Berlin - Von den drei Plätzen, die im Großen Saal 500 des Landgerichts für die Nebenkläger gedacht sind, bleibt an diesem Donnerstag ein Stuhl unbesetzt. Rene S., von Beruf Feuerwehrmann, ist nicht zum Prozess erschienen. Er ist einer der Motorradfahrer, die im August vergangenen Jahres auf der Stadtautobahn Opfer eines Amokfahrers wurden. Der mutmaßliche Täter soll mit seinem Auto Jagd auf Motorradfahrer gemacht haben, um sie zu töten. Das Krad von Rene S. wurde von hinten gerammt, der Motorradfahrer stürzte schwer. Er musste noch vor Ort reanimiert werden, lag mit einem schweren Schädelhirntrauma und einer Gehirnblutung wochenlang auf der Intensivstation im Koma.

Der Mann, der den Sturz von Rene S. und zwei weiteren Motorradfahrern verursacht und auch andere Autos gerammt und deren Fahrer verletzt haben soll, sitzt hinter Panzerglas. Er trägt ein schwarzes Jackett über dem schwarzen Hemd, dazu eine gleichfarbige Hose. Den Antrag der Verteidiger, dass Sarmad A. die Sicherheitsbox verlassen und zwischen seinen Anwälten Platz nehmen darf, lehnte das Gericht gleich zu Beginn dieses ersten Verhandlungstages ab.

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