Am Sonntag und am Montag sind im Berliner Stadtgebiet gefälschte Polizei-Plakate und Schriftzüge aufgetaucht, die sich auf den Nationalsozialisten Rudolf Heß beziehen.

An den S-Bahnhöfen Adlershof, Grünbergallee, Altglienicke und Grünau wurden gefälschte Hinweisplakate der Polizei gefunden, die ein Bild von Heß zeigen, einen Zeugenaufruf beinhalten und mit „Mord in Berlin-Spandau“ betitelt sind.

Wie die Polizei zudem bestätigte, sind am Montag in Lichtenberg auf mehreren Hauswänden in der Nähe des Tierparks ebenfalls Schriftzüge aufgetaucht, die sich auf Heß beziehen.  

In der rechten Szene verehrt

Rudolf Heß wird in der rechten Szene als Stellvertreter Hitlers verehrt. 1941 wurde er in Großbritannien gefangengenommen. 1946 wurde Heß im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher in mehreren Anklagepunkten schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt. Am 17. August 1987 nahm er sich im Kriegsverbrechergefängnis Spandau das Leben.

Anzeigen wegen Sachbeschädigung und Amtsanmaßung wurden erstattet. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. (BLZ)