Die Verwaltungsbeamtin Christina Hanwig-Köhler in ihrem Arbeitszimmer im Rathaus Reinickendorf. Sie arbeitet fachfremd im Lagezentrum und ruft Bürger an, um Kontakte zu Infizierten zurückzuverfolgen. 
Die Verwaltungsbeamtin Christina Hanwig-Köhler in ihrem Arbeitszimmer im Rathaus Reinickendorf. Sie arbeitet fachfremd im Lagezentrum und ruft Bürger an, um Kontakte zu Infizierten zurückzuverfolgen. 
Foto: Jörg Carstensen/dpa

Berlin - Die Kollegin aus der Haushaltsabteilung ist schon auf der Jagd. „Beute machen“, sagt Christina Hanwig-Köhler. Beute, das heißt, Desinfektionsmittel und Schutzkleidung aufzutreiben. Auch Hanwig-Köhler wechselt im Bezirksamt Reinickendorf zeitweise ihren Job. Die erfahrene Verwaltungsbeamtin, die sonst mit über den Haushalt wacht, sitzt seit Mitte März am Telefon der Corona-Hotline. „Ganz ehrlich, bei den ersten Gesprächen hatte ich innerlich Schnappatmung“, sagt sie. Gerade mal eine Viertelstunde blieb ihr für die Einarbeitung. „Ich wusste gar nicht so genau: Was sag ich den Leuten denn?“ Und vor allem - was fragen sie? Inzwischen weiß die Amtsrätin das besser. Und neue Mitarbeiter an der Hotline bekommen nun richtige Schulungen. Denn sie sitzen an einer Schaltstelle.

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