Manchmal rückt man unverschuldet in den Mittelpunkt des Geschehens. Nein, schlimmer: Man stellt überhaupt erst die Grundlage eines neuen Geschehens dar. Weil nach dem Bezahlen an der Kasse der Drogerie die Plätze zum Verstauen der Einkäufe besetzt sind, trage ich den offenen Rucksack in der einen und die Hälfte der Sachen in der anderen Hand zum Ausgang. Draußen lässt sich alles in Ruhe neu sortieren, was nach dem schnellen Einscannen am Kassenband ungeordnet in die Tasche fiel.

Der Ausgang ist durch eine Kette versperrt, damit keine neuen Kunden den Laden betreten. Zu voll, Infektionsschutz. Also einen leichten Satz über die kniehoch gezogene Sperre durch die geöffnete Schiebetür hindurch – bis es plötzlich rot blinkt und laut piept. In jüngeren Jahren ist man in solch unerwarteten Augenblicken, die einen natürlich völlig unvorbereitet treffen, hochrot angelaufen. Alle Augen richten sich auf dich und urteilen: Sieht ja schon aus wie ein Dieb. Oder: Dem hätte man das gar nicht zugetraut! Den Rucksack und die Einkäufe samt unter den Arm geklemmter Taschentuch-Packung ausbalancierend, geht es zurück über die Kette.

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