An diesen Orten blockieren die radikalen Klimaschützer in Berlin Straßen

Am Dienstag gibt es wieder Klima-Proteste in Berlin. Die Polizeibilanz vom Montag: 81 Ermittlungsverfahren. Alle Vorfälle im Überblick.

Mitglieder der Gruppe Letzte Generation bei einer Blockade auf der Seestraße in Berlin
Mitglieder der Gruppe Letzte Generation bei einer Blockade auf der Seestraße in Berlindpa/Paul Zinken

Die radikalen Klimaschützer versuchen fast täglich, in Berlin Straßen zu blockieren. Am Dienstag blockierten sie die Straßen rund um das Bundesverkehrsministerium, vergossen am Eingang Farbe und klebten sich am Boden fest. Allein am Montag gelang es der Gruppe Letzte Generation neun Mal, vielbefahrene Straßen zu blockieren, wie aus einer internen Polizeibilanz hervorgeht, die der Berliner Zeitung vorliegt.

Lesen Sie im Polizeiprotokoll, wo die Klimaextremisten überall herumsaßen:
  • 7.57 bis 9.30 Uhr, Autobahn 111, Anschlussstelle Heckerdamm in südlicher Fahrtrichtung – sechs Personen am Ort, davon eine Person an der Fahrbahn angeklebt.
  • 8.05 bis 9.02 Uhr, Autobahn 100, Anschlussstelle Tempelhofer Damm in südlicher Fahrtrichtung – sechs Personen, davon zwei angeklebt.
  • 8.06 bis 9.29 Uhr, Autobahn 100, Anschlussstelle Messedamm/Neue Kantstraße in Richtung Kaiserdamm – acht Personen, davon vier angeklebt.
  • 8.19 bis 8.48 Uhr, Autobahn 100, Anschlussstelle Tempelhofer Damm in nördlicher Richtung – fünf Personen, davon drei festgeklebt.
  • 9.01 bis 9.43 Uhr, Autobahn 100, Anschlussstelle Innsbrucker Platz in nördlicher Richtung, sechs Personen am Ort, davon drei festgeklebt.
  • 10.40 bis 13.08 Uhr, Autobahn 100, Anschlussstelle Heckerdamm in nördlicher Richtung – sechs Personen am Ort, davon zwei festgeklebt.
  • 11.52 bis 13.15 Uhr, Autobahn 100, Anschlussstelle Innsbrucker Platz in nördlicher Richtung – zwei Personen am Ort, keine festgeklebt.
  • 13.12 bis 13.15 Uhr, Autobahn 100, Anschlussstelle Innsbrucker Platz in nördlicher Richtung – drei Personen am Ort, keine festgeklebt.
  • 16.45 bis 18.25 Uhr, Invalidenstraße gegenüber Europaplatz am Hauptbahnhof – vier auf der Fahrbahn angeklebte Personen.

Es gab auch Aktionen anderer Klima-Gruppen:

Gegen 9.20 Uhr ging in der Leitstelle der Polizei ein Notruf ein. Demnach hatten sich bis zu 20 Menschen vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in der Hannoverschen Straße in Mitte versammelt. Zwei davon hatten sich an Bäume gekettet.

Gegen 11.30 Uhr verschafften sich dann insgesamt 29 Personen Zugang zum Bundesministerium für Finanzen in der Wilhelmstraße in Mitte. Dort machten sie mit Plakaten und Transparenten auf das Thema „Schuldenannullierung Globaler Süden“ aufmerksam.

Sie hatten sich zuvor als Besuchergruppe angemeldet. Aus der Gruppe heraus drangen 22 Personen in den Sitzungssaal des Ministeriums im 2. Stock ein. Zehn von ihnen klebten sich dort fest. Acht betraten den Balkon und entrollten dort ein Transparent. Von einer weiteren Personengruppe klebten sich vier an einem Tresen im 4. Stock fest. Die Gruppe Letzte Generation twitterte ein Video, in dem Aktivisten in einem Saal Transparente hochhalten. Nach Ansicht der Akteure hat der „Globale Norden“ massive Klimaschulden.

Die Bilanz dieses Montags: Die Polizei leitete an diesem Tag 81 Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen Nötigung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Die Polizei fertigte entsprechende Gebührenbescheide und erteilte Platzverweise.

Wie die B.Z. berichtete, steckte in den von den Klima-Klebern verursachten Staus ein im Einsatz fahrender Rettungswagen fest.