Der ehemalige Pressesprecher der CDU-Fraktion Berlin, Andreas Horst, wechselt zur AfD als Sprecher der Fraktion im Brandenburgischen Landtag.

Der 56-Jährige war bis November vergangenen Jahres in Berlin tätig, aber offenbar gab es inhaltliche und professionelle Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Fraktionschef Florian Graf und Horst. Nach dem Ende der Probezeit wurde der Vertrag offenbar aufgelöst.

In der CDU-Fraktion herrscht Verwunderung über den Wechsel. „Er ist hier nie mit AfD-Sprüchen aufgefallen“, sagt ein Abgeordneter, der intensiv mit ihm zusammengearbeitet hat. Horst sagt der Berliner Zeitung: „Die AfD ist heute die einzige moderne konservative Partei, die die Fragen der Menschen anspricht.“ Er war als Parteireferent an mehreren Bundes- und Landtagswahlkämpfen beteiligt. 2010 ist er aus Unzufriedenheit mit der Politik Angela Merkels aus der CDU ausgetreten.

Die CDU-Fraktion Berlin hat inzwischen einen Nachfolger gefunden: Der bisherige Journalist der BZ, Olaf Wedekind, wechselt die Seiten und spricht ab Mitte Februar für die Fraktion. (sab.)