Berlin - An den 31. Juli 2007 wird sich Andrej Holm wohl immer erinnern. Er hat den Morgen jenes Tages in einem Interview einmal so geschildert: „Gegen 7 Uhr wurde ich vom Hämmern an der Tür geweckt. Als ich öffnete, wurde ich zu Boden gerissen. Dann stürmte ein Dutzend bewaffneter Männer die Wohnung und sicherte ein Zimmer nach dem anderen, darunter den Raum, wo unsere Kleinkinder schliefen.“

Die bewaffneten Männer waren Polizisten. Sie verhafteten Holm. Der Vorwurf: Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der „militanten gruppe“, einer linksradikalen Untergrundorganisation. Diese wurde 2001 erstmals auffällig, als sie dem Regierungsbeauftragten für die Entschädigung der Zwangsarbeiter, Otto Graf Lambsdorff, Drohbriefe und scharfe Munition zusandte.

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