Nach einer fast fünfwöchigen Debatte um seine Person hat der Berliner Staatssekretär für Wohnen, Andrej Holm (parteilos, für Linke) am Montag seinen Rücktritt erklärt. Sein Thema Stadtentwicklung bleibt ihm dennoch wichtig.

Am Abend diskutierte der Politiker das Thema in Wedding, „um gemeinsam zu überlegen, wie wir auch ohne mich als Staatssekretär eine soziale Wohnungspolitik in Berlin am besten durch- und umsetzen können“.

Holm wollte mit seinem Rücktritt ein Scheitern der rot-rot-grünen Berliner Landesregierung verhindern. Die Alternativen zu einer Regierung aus SPD, Linken und Grünen seien noch viel schlimmer, sagte er während der Diskussion am Montagabend.

Zahlreiche Mieteninitiativen haben aufgebracht auf Holms Rücktritt reagiert. Sein erzwungener Schritt sei „ein Rückschritt im Kampf um eine sozialere Wohnungs- und Stadtpolitik“, sagten Teilnehmer der Diskussion. Die rot-rot-grüne Regierung habe damit an Glaubwürdigkeit verloren. Die Initiativen kündigten mehrere Protestkundgebungen an. Der Stadtsoziologe Holm bleibe „einer der wichtigsten Leute in dieser Stadt“.

Holm betonte, atmosphärisch fühle er sich bei den Initiativen viel wohler als im rot-rot-grünen Senat.

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