BerlinDie Stimme von Britta Martini zitterte an diesem Dienstag, als sie noch einmal im Gerichtssaal aufstand. Sie und ihr Mann sind Nebenkläger im Prozess um den Tod ihrer Tochter Fabien. „Wir haben das Schlimmste erfahren, was Eltern erleiden können. Wir haben unser Kind zu Grabe tragen müssen. Weil ein Polizist betrunken im Dienst gewesen ist“, sagte die 49-Jährige. Warum, so fragte sie, stehe der Angeklagte nicht auf, „nimmt seine Maske ab und sagt, dass es im leid tut?“ Für den angeklagten Polizeibeamten sei der Tod ihrer Tochter nur ein Kollateralschaden.

Doch der Angeklagte schwieg weiter. Er sagte nichts zum Beginn des Prozesses um den Tod der 21 Jahre alten Fabien Martini, in dem er sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten musste. Er sagte auch in seinem letzten Wort, das ihm vor der Verkündung des Urteils im Gerichtssaal zustand, nichts von Bedeutung. Nur, dass er den Ausführungen seines Anwalts nichts hinzuzufügen habe. Und der verlangte zuvor einen Freispruch für seinen Mandanten.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.