Berlin - Die Zeuginnen stehen am Dienstagmorgen schon bereit. Doch der fünfte Verhandlungstag in dem Verfahren um den Tod der 21-jährigen Fabien Martini kann nicht wie geplant fortgesetzt werden. Ein wichtiger Verfahrensbeteiligter fehlt: Peter G., der Polizist, der sich für den Tod der jungen Frau vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten muss. Morgens gegen 8 Uhr habe der Angeklagte angerufen und erklärt, er sehe sich aus gesundheitlichen Gründen nicht dazu in der Lage, zu der Verhandlung zu kommen, erklärt der Vorsitzende Richter Sascha Daue. Wenig später fügt Jens Grygier, Verteidiger des Polizisten, hinzu, sein Mandant habe mittags einen Arzttermin, er werde danach ein Attest vorlegen.

Es ist ein hochemotionales Verfahren, das am Dienstag wegen des Fehlens des 53-jährigen Beamten unterbrochen werden muss. Wie an jedem Verhandlungstag sind die Eltern Fabien Martinis erschienen. Britta und Christian Martini sind in dem Verfahren gegen Peter G. Nebenkläger. Wie an jedem Verhandlungstag stellen sie ein neues Foto ihrer Tochter vor sich auf den Tisch. Sie haben schon vor Beginn des Prozesses Ende Oktober klargemacht, dass sie Gewissheit wollen, Gewissheit über einen Vorwurf, der zwar nicht benannt ist, der aber den Prozess stets begleitet. War Peter G. betrunken, als er mit seinem Funkwagen auf der Grunerstraße in Mitte in den Renault Clio der jungen Frau raste?

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