Berlin - Wie das ARD-Politikmagazin „Kontraste“ schildert, soll ein Mitarbeiter des Berliner Landeskriminalamts (LKA) in einer Akte zum Fall Anis Amri falsche Angaben gemacht haben. Demnach wurde der spätere Breitscheidplatz-Attentäter nicht, wie in den Unterlagen angegeben und von der Staatsanwaltschaft beauftragt, bis Oktober 2016 observiert. Die Beschattung sei hingegen nur vorgetäuscht worden.

Diese Erkenntnisse gingen aus Ermittlungsakten hervor, die der „Kontraste“-Redaktion vorlägen. Vor knapp zwei Wochen hatte sich das Abgeordnetenhaus auf einen Amri-Untersuchungsausschuss verständigt, nachdem der Verdacht von Aktenmanipulation und Strafvereitelung öffentlich geworden war. (BLZ)