Berlin - Wenn die Berliner Schauspielerin und Drehbuchautorin Anna Brüggemann heute, über zwei Jahrzehnte nach ihrem Schulabschluss, ein Schulgebäude betritt, freut sie sich: „Yeehaw, ich habe es geschafft und mache jetzt das, was ich will!“ Rund um ihren neuesten Film „Das Unwort“ (am 9. November um 20.15 Uhr im ZDF, jetzt aber schon in der Mediathek), in dem sie eine von den Aggressionen zwischen jüdischen und muslimischen Schülern überforderte Lehrerin spielt, erinnert sie sich manchmal an ihre Schulzeit in einer katholischen Nonnenschule in Bayern: „Inzwischen denke ich manchmal, wie klein die Probleme doch damals waren. Aber natürlich weiß ich, dass die nur im Rückblick klein sind.“

Die Rolle der Lehrerin kam ihr beim Lesen des Drehbuchs von Regisseur Leo Khasin sofort wie ein großes Geschenk vor: „Ich konnte mein Glück kaum fassen. So ein Buch begegnet einem vielleicht alle drei Jahre.“ Der Film behandelt antisemitische Vorfälle an Schulen, wie sie tatsächlich immer wieder vorkommen: „Mir war klar, dass darüber Filme gemacht würden, zu Recht. Aber das war nicht das Übliche, die haben sich getraut, eine Satire zu machen. Und auch noch eine gute!“

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