Das Auto brannte im vorderen Bereich aus.
Foto: Morris Pudwell

BerlinAuf Funktionäre der AfD hat es in der Nacht zum Dienstag Anschläge gegeben. In Charlottenburg wurde das Auto des Europaabgeordneten und Interimsvorsitzenden der Berliner AfD, Nicolaus Fest, angezündet.

Gegen 1.50 Uhr entdeckten Passanten den brennenden Skoda Yeti. Die Polizei geht von einer politisch motivierten Brandstiftung durch Linksextremisten aus.  

In derselben Nacht wurden in Lichterfelde die Scheiben des Wohnhauses des innenpolitischen Sprechers der AfD-Fraktion, Gottfried Curio, eingeschlagen. Die Täter warfen Farbflaschen gegen das Haus und durch das Fenster und sprühten eine Parole an die Hauswand, wie die Polizei bestätigte. In einem Bekennerschreiben auf einer linksextremen Internetseite wird Curio für den Terroranschlag in Hanau mitverantwortlich gemacht.

Scheiben an Lokal eingeworfen, Farbe gegen Wohnhaus

Eine weitere Attacke ereignete sich in der Nacht in Reinickendorf. An einem Lokal, wurden die Scheiben eingeworfen. Die Betreiber stellen der AfD regelmäßig Räume zur Verfügung, was schon mehrfach durch die Antifa thematisiert wurde.

Nicolaus Fest forderte am Dienstag die anderen Parteien auf, ihre „unsachlichen Hetzkampagnen“ gegen die AfD zu beenden. „Diese muntern linksradikale Gewalttäter zu solchen Taten auf“, so Fest. Fraktionschef Georg Pazderski appellierte an CDU, FDP und SPD, sich „dem linksradikalen Zeitgeist endlich entschieden entgegenzutreten und so eine weitere Verrohung der Sitten zu stoppen“. 

Erst am 1. März war das Auto von AfD-Chef  Tino Chrupalla vor dessen Haus im sächsischen Gablenz in Brand gesteckt worden. Beim Versuch, selbst zu löschen, erlitt Chrupalla eine Rauchvergiftung.