Die neuesten Informationen zu den Entwicklungen nach dem Anschlag in Berlin finden Sie hier.

Die Chronologie vom Dienstag zu den Ereignissen rund um den Anschlag am Breitscheidplatz in Berlin finden Sie hier.

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Hiermit beenden wir den Liveticker von Mittwoch, dem 20. Dezember 2016, zu den Ereignissen rund um den Anschlag am Breitscheidplatz in Berlin und der Suche nach dem Täter.

22.32 Uhr: SEK stürmt Wohnung

Auf der Suche nach dem verdächtigen Anis Amri hat ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei zwei Wohnungen in Berlin gestürmt, eine davon soll sich laut "Welt" (online) in der Großbeerenstraße befinden. Den gesuchten Verdächtigen haben die Beamten aber nicht angetroffen. Bei der Razzia gegen 20 Uhr sei lediglich ein anderer Mann überwältigt worden.

22.02 Uhr: Haft in Italien

Italienischen Medienberichten zufolge soll Anis Amri vier Jahre in Italien im Gefängnis gesessen haben. Er sei 2011 als Flüchtling nach Italien gekommen und in einem Auffanglager für Minderjährige auf Sizilien untergebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Mittwochabend unter Berufung auf Ermittlerkreise. In dem Lager habe er Sachbeschädigungen und „diverse Straftaten“ begangen.

Nach Berichten der Zeitung „La Stampa“ soll er das Auffanglager angezündet haben. Als Volljähriger wurde er den Informationen zufolge festgenommen, kam vor Gericht und wurde zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe sei er des Landes verwiesen worden, hieß es weiter. Bei der geplanten Ausweisung habe es jedoch Probleme mit den tunesischen Behörden gegeben. Amri habe Italien verlassen und sich nach Deutschland absetzen können.

21.40 Uhr: Hohe Belohnungen

Für Hinweise auf den mutmaßlichen Attentäter haben Bundesstaatsanwaltschaft und Bundeskriminalamt eine Belohnung von 100.000 Euro ausgeschrieben. Nicht unüblich. Nach schweren Verbrechen werden oft Belohnungen ausgesetzt. Behörden wie Staatsanwaltschaften, Landeskriminalämter und Justizministerien loben meist Belohnungen von einigen tausend bis mehreren zehntausend Euro aus. Für NS-Verbrecher, RAF- und NSU-Terroristen wurden aber auch schon sechs- bis siebenstellige Beträge festgelegt. Neben Behörden versprechen auch Privatperson und Unternehmen manchmal hohe Summen für entscheidende Hinweise. Hier ein paar prominente Beispiele:

4 Millionen Mark (rund 2 Millionen Euro): RAF-Mörder von Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989)

3 Millionen Mark (rund 1,5 Millionen Euro): RAF-Mörder von Siemens-Forschungschef Karl Heinz Beckurts (1986)

1 Million Mark (rund 500.000 Euro): Thomas Drach, Entführer von Jan Philipp Reemtsma (1996)

1 Million Mark (rund 500.000 Euro): Entführer und Mörder von Jakub Fiszman (1996)

1 Million Mark (rund 500.000 Euro): Erpresser des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé (1998)

500.000 Mark (rund 260.000 Euro): Alois Brunner, Assistent von Adolf Eichmann, Organisator des Holocaust (1995)

300.000 Euro: Polizistenmörder von Heilbronn (später als NSU-Mord erkannt) (2009)

300.000 Euro: Neunfacher Mörder von Kleinunternehmern (später als NSU-Morde erkannt) (2006)

20.52 Uhr: Gedenken bei Hertha

Der Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt hat auch das Bundesliga-Spiel der Hertha gegen Darmstadt 98 überschattet. Während der Gedenkminute am Mittwochabend ließen die Zuschauer im Olympiastadion ihre Smartphones erstrahlen, erst danach starteten die Fußball-Fans ihre Gesänge.

Bis dahin hatten sich die nur knapp 30.000 Zuschauer ruhig verhalten, auch beim Einmarsch der Teams spendeten sie nur sehr zurückhaltend Beifall. Es gab keine Musik oder lauten Ansagen des Stadionsprechers, die Anzeigetafel leuchtete in Schwarz-Weiß statt in Farbe. Auf einem Plakat in der Ostkurve mit den Hertha-Anhängern stand: „Berlin bleibt stark“.

20.08 Uhr: Ermittlungen in Tunesien

Tunesische Ermittler haben nach einem Medienbericht die Familie des mutmaßlichen Attentäters von Berlin verhört. Eine Anti-Terror-Einheit sei am Mittwoch vor dem Haus der Familie in der nordöstlichen Provinz Kairouan vorgefahren, berichtete am Mittwoch die tunesische Zeitung Al-Chourouk unter Verweis ihren eigenen regionalen Korrespondenten.

Die Familie habe den Beamten gesagt, dass sie keinen steten Kontakt mit Anis Amri gehabt habe, seitdem er das Haus während der arabischen Aufstände Ende 2010 verlassen habe. Chourouk zufolge lebt die Familie in ärmlichen Verhältnissen. Kairouan gilt als Salafistenhochburg.
Nach Amri wird europaweit gefahndet. Er ist als islamistischer Gefährder bekannt. Der 24-Jährige sei bereits im Juni 2016 als Asylbewerber abgelehnt worden, konnte aber wegen nicht vorhandener gültiger Ausweispapiere nicht abgeschoben werden.

19.54 Uhr: Weihnachtsmarkt öffnet wieder

Drei Tage nach dem Terroranschlag wird der Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz am Donnerstag wieder geöffnet. Um 11 Uhr soll es eine Andacht in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche geben, wie der Schaustellerverband Berlin e. V. und die AG City mitteilten. Aus Pietätsgründen werde auf dem Weihnachtsmarkt auf grelle Beleuchtung und Partymusik verzichtet.

19.48 Uhr: Woidke erschüttert

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat tief erschüttert auf den Tod zweier Menschen aus Brandenburg bei dem Anschlag in Berlin reagiert. „Es ist furchtbar, zwei Landeskinder bei einem Terroranschlag verloren zu haben. Meine große Anteilnahme gilt ihren Angehörigen. Mit den Gedanken bin ich bei ihnen.“

Zugleich wünschte Woidke dem Verletzten aus Potsdam rasche Genesung. „Mein Beileid gilt aber auch den Menschen in Deutschland und Polen und anderer Nationen, die bei dem heimtückischen Angriff ihnen nahestehende Personen verloren haben“, erklärte Woidke.

19.44 Uhr: Zeichen gegen rechts

Berliner setzten bei zwei Veranstaltungen ein Zeichen für Toleranz und Mitmenschlichkeit. Damit richteten sie sich gegen einen Aufmarsch der NPD und eine Kundgebung, zu der unter anderem AfD-Mitglieder aufgerufen hatten.

19.31 Uhr: Vielleicht bewaffnet

19.01 Uhr: In Berlin überwacht

Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat bereits im März ein Verfahren gegen den Verdächtigen Anis Amri eingeleitet. In einer Pressemitteilung heißt es, dass es Hinweise gab, dass er einen Einbruch geplant habe, um Geld für den Kauf automatischer Waffen zu beschaffen.

Nachdem die Berliner Behörden diesen Hinweis aus Nordrhein-Westfalen erhalten hatte, wurden verdeckte Ermittlungen in Form von Observation und Überwachung der Kommunikation des Verdächtigen aufgenommen. Diese Maßnahmen lieferten Hinweise, das Amri als Kleindealer im Görlitzer Park tätig gewesen sein könnte. Zudem gab es Hinweise auf eine körperliche Auseinandersetzung in der Dealerszene.

Die Überwachung habe aber keine Hinweise erbracht, die ursprünglichen Vorwürfe bezüglich des geplanten Einbruchs zu erhärten und sei deshalb im September beendet worden, teilte die Pressestelle mit.

18.21 Uhr: Weiteres Fahndungsfoto

Für die öffentliche Fahndung nach dem verdächtigen Anis Amri hat das  Bundeskriminalamt ein weiteres Foto des Tunesiers veröffentlicht.
Hinweise nimmt die Behörde unter 0800/0130110 aber auch in jeder Polizeidienststelle entgegen.

18.05 Uhr: Stand in den Kliniken

Noch werden zwölf Schwerverletzte nach dem Anschlag in Kliniken betreut. Dies teilte die Gesundheitsverwaltung am Mittwoch mit. Am Dienstag war die Zahl der Verletzten auf Intensivstationen noch mit 14 angegeben worden.

Ein Sprecher sagte, zugleich könnten immer mehr leichter Verletzte die Krankenhäuser verlassen. Andere würden aber noch weiter stationär behandelt. Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) dankte allen Mitarbeitern in den Kliniken für ihren Einsatz.

17.59 Uhr: Bis zu 100.000 Euro Belohnung

Die Bundesanwaltschaft fahndet mittlerweile öffentlich nach dem verdächtigen Tunesier Anis Amri. Für Hinweise wurden bis zu 100.000 Euro Belohnung ausgeschrieben. Amri ist 1,78 Meter groß, wiegt circa 75 Kilo, hat schwarze Haare und braune Augen, wie die Bundesanwaltschaft weiter mitteilte.

Der Generalbundesanwalt mahnte am Mittwoch in einer Mitteilung in Karlsruhe aber auch zur Vorsicht: „Bringen Sie sich selbst nicht in Gefahr, denn die Person könnte gewalttätig und bewaffnet sein!“

17.50 Uhr: Zweites Todesopfer aus Brandenburg bekannt

Bei dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin sind nach bisherigen Erkenntnissen zwei Menschen aus Brandenburg ums Leben gekommen. Es handele sich um einen 32-Jährigen aus Brandenburg an der Havel und um eine 53-jährige Frau aus dem Landkreis Dahme-Spreewald, teilte das Innenministerium in Potsdam am Mittwoch mit.

17.46 Uhr: Öffentliche Fahndung

Das Bundeskriminalamt sucht nach dem Anschlag in Berlin nun öffentlich nach einem Verdächtigen. Es handelt sich um den  24-jährigen Tunesier Anis Amri, teilte die Karlsruher Behörde am Mittwoch mit.

17.36 Uhr: Trauer in Brandenburg

Nach einem Bericht der Märkischen Allgemeinen stammt eines der Todesopfer des Anschlags am Berliner Breitscheidplatz aus der Stadt Brandenburg/Havel. Die Information teilte Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann am Mittwochnachmittag den Stadtverordneten in einer Sitzung mit. Nach Informationen der Zeitung soll es sich um einen jungen Mann handeln.

Auch unter den Verletzten befindet sich ein Mann aus Brandenburg: Ein 37-Jähriger aus Potsdam wurde bei dem Anschlag leicht verletzt. Er sei leicht verletzt worden und stationär in eine Klinik gekommen, erklärte eine Sprecherin des Brandenburger Innenministeriums.

17.18 Uhr: Reaktionen in Brandenburg

In Brandenburg reagieren Veranstalter von Weihnachtsmärkten auf den Anschlag in Berlin. In Cottbus werden die Eingänge des Marktes mit großen Tranportern blockiert, um eine Zufahrt zu verhindern. Auch die Zahl der Sicherheitskräfte wurde erhöht.

Der Markt in Frankfurt (Oder) endet am Mittwochabend planmäßig. Aus Respekt vor der Opfern des Anschlags in Berlin hat die Stadt aber das Abschlussfeuerwerk abgesagt.

16.57 Uhr: Kein Weihnachtstruck in Berlin

Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz hat das Unternehmen Coca Cola seine Abschlussveranstaltung für die  Weihnachtstour in Berlin abgesagt. "Die tragischen Ereignisse auf dem Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche diesen Montag haben uns alle tief erschüttert. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden, mit denen wir trauern", heißt es in einem offiziellen Statement.

Die Veranstaltung sollte am Freitag, 23. Dezember, vor dem Brandenburger Tor stattfinden. Markenzeichen der Tour sind Trucks im Design des Getränkeherstellers.

16.51 Uhr: Anteilnahme in Paris

Nach dem Berliner Terroranschlag haben sich Frankreichs Präsident François Hollande und mehrere Regierungsmitglieder in der deutschen Botschaft in Paris in einem Kondolenzbuch eingetragen. Der Staatschef wurde am Mittwoch von Premierminister Bernard Cazeneuve, Außenminister Jean-Marc Ayrault und Europa-Staatssekretär Harlem Désir begleitet.

Hollande hatte vorher beim Verlassen des Élyséepalastes die Solidarität mit Deutschland bekräftigt. „Wir sind an ihrer Seite“, sagte er. Es gebe einen permanenten Kontakt mit den „deutschen Freunden“, so Hollande.

16.25 Uhr: Protestkundgebung

Nach dem Anschlag vom Breitscheidplatz hat die NPD am Mittwochabend zu einer Kundgebung am Bahnhof Zoo aufgerufen. Um 17 Uhr findet in der Hardenbergstraße eine Gegendemonstration statt.

"Abscheu empfinden wir für den geplanten Aufmarsch von Rassisten am Bahnhof Zoo. Wir werden das Feld nicht den  geistigen Brandstiftern von rechts überlassen und lassen auch nicht zu, dass diese den entsetzlichen Terroranschlag für ihre Hetze und für Hass  instrumentalisieren“, sagte der Berliner Bundestagsabgeordnete Özcan Mutlu (Grüne).

16.05 Uhr: Lebensmittelpunkt in Berlin

Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen hat nach dem Anschlag in Berlin gegen den Tatverdächtigen ein Verfahren wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat initiiert. Das sagte der Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) am Mittwoch in Düsseldorf. Die Ermittlungen dazu seien in Berlin geführt worden.

Dort habe der Verdächtige seit Februar 2016 seinen Lebensmittelpunkt gehabt und sei nach heutigem Kenntnisstand zuletzt nur kurz in Nordrhein-Westfalen gewesen. Die Sicherheitsbehörden hätten ihre Erkenntnisse über ihn im gemeinsamen Terrorabwehrzentrum ausgetauscht, zuletzt im November 2016.

16 Uhr: Papiere kamen zu spät

Die für die Abschiebung des gesuchten Tatverdächtigen wichtigen tunesischen Ausweispapiere sind nach Angaben aus NRW erst zwei Tage nach dem fatalen Berliner Anschlag bei den deutschen Behörden eingetroffen. Zwar sei der Antrag im Juni 2016 abgelehnt worden. „Der Mann konnte aber nicht abgeschoben werden, weil er keine gültigen Ausweispapiere hatte“, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger am Mittwoch in Düsseldorf in einer Pressekonferenz. Tunesien habe zunächst bestritten, dass es sich bei dem Mann um einen Tunesier handele.

15.58 Uhr: Verdächtiger seit Jahresanfang bekannt

Nach Angaben des SPD-Innenexperten Burkhard Lischka war der Tunesier,  nach dem nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gefahndet wird, den Sicherheitsbehörden seit Jahresbeginn bekannt. Dies sagte der SPD-Obmann im Innenausschuss des Bundestags am Mittwoch nach einer Sitzung des Gremiums in Berlin.

15.53 Uhr: Tatverdächtiger war in Haft

Der verdächtige Tunesier ist vermutlich im baden-württembergischen Ravensburg in Haft gewesen. Eine Person mit dem Namen Anis A. sei am 30. Juli bei einer Routinekontrolle der Polizei in Friedrichshafen aufgegriffen worden, weil sie abgeschoben werden sollte, sagte der Leiter des Amtsgerichts Ravensburg, Matthias Grewe, am Mittwoch. Es sei allerdings noch nicht hundertprozentig sicher, ob der Mann auch tatsächlich der gesuchte Tunesier sei.

Nach der Festnahme sei Anis A. in die örtliche Justizvollzugsanstalt gebracht worden. Der Haftbefehl gegen ihn sei jedoch von vorne herein bis 1. August befristet gewesen, sagte der Anstaltsleiter der JVA, Thomas Mönig. Der Mann sei noch vor Fristablauf auf Anordnung der zuständigen Ausländerbehörde bei der Kreisverwaltung Kleve entlassen worden. Der Grund dafür sei nicht bekannt, hieß es beim Amtsgericht.

15.50 Uhr: Über Freiburg eingereist

Der nach dem Berliner Anschlag gesuchte neue Tatverdächtige soll im Juli 2015 über Freiburg nach Deutschland eingereist sein. „Er war dann nach Baden-Württemberg auch in Berlin und in Nordrhein-Westfalen“, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Mittwoch in Düsseldorf. „Seit Februar 2016 hatte er seinen Lebensmittelpunkt überwiegend in Berlin, zuletzt war er nur kurz in NRW“, sagte der Minister weiter.

15.44 Uhr: Verdächtiger war in Abschiebehaft

Der Tatverdächtige wurde im Juni 2016 als Asylbewerber abgelehnt. Der Mann habe aber nicht abgeschoben werden können, weil er keine gültigen Ausweispapiere bei sich hatte, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Mittwoch in Düsseldorf. Tunesien habe bestritten, dass es sich bei dem Mann um einen Tunesier handele.

15.24 Uhr: Innenausschuss

Der neue Innenausschuss des Abgeordnetenhauses tritt wegen dem Anschlag schon an diesem Freitag das erste Mal zusammen. Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Polizeipräsident Klaus Kandt wollen die Abgeordneten in der Sitzung über die Sicherheitslage in Berlin informieren. Das teilt das das Landesparlament mit. Ursprünglich sollten alle neuen Ausschüsse erst im neuen Jahr das erste Mal zusammentreten, doch die Fraktionen hatten sich nach dem Anschlag darauf geeingt, die Sitzungen vorzuverlegen.

15.17 Uhr: Hertha gedenkt

Wenige Stunden vor dem Heimspiel gegen Darmstadt 98, gedenken Hertha-Trainer Pal Dardai und Manager Michael Preetz den Opfern des Anschlages am Breitscheidplatz. An der Gedächtniskirche legten sie ein Gesteck mit der Aufschrift "In stiller Trauer" nieder und das Team versammelte sich zum stillen Gedenken.

Das Hotel, in dem die Fußballer vor Heimspielen üblicherweise Tageszimmer bezieht, liegt in unmittelbarer Nähe des Anschlagsorts.

15.09 Uhr: Einsatz in NRW

Nach Informationen der Rheinischen Post sollen seit Mittwochnachmittag 150 Polizisten in Nordrhein-Westfalen eine Flüchtlingsunterkunft durchsuchen. Der Terrorverdächtige Anis A. soll in der Einrichtung gelebt haben.

15.02 Uhr: Europaweit gesucht

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) teilt mit, dass der Tatverdächtige in ganz Europa zur Fahndung ausgeschrieben ist. Er betonte: „Es ist ein Verdächtiger, nicht zwingend der Täter.“ Es werde weiter in alle Richtungen ermittelt und es würden alle Spuren verfolgt.

14.55 Uhr: Nach Sondersitzung

Nach der Sondersitzung im Bundesinnenministerium des Bundestages sagt Stephan Mayer (CSU), Sprecher für Innenpolitik, dass ein umfangreicher, notwendiger gesetzgeberischer Handlungsbedarf bestehe, sollte es sich herausstellen, dass der derzeit gesuchte verdächtige Tunesier tatsächlich der Täter sei. Frank Tempel (Die Linke), der stellvertretende Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestags weist darauf hin, wie wichtig es sei mit "gesunder Skepsis" an die Ermittlungen heran zu gehen. Zumal es ungewöhnlich sei, dass ein Täter seine Geldbörse mit Ausweispapieren hinterlasse.

14.48 Uhr: Anis A. bekannt

Der Tatverdächtige ist den Ermittlern auf hoher Ebene unter dem Namen Anis A. aus islamistischen Gefährderkreisen spätestens seit November bekannt. Aus Sicherheitskreisen heißt es, der Tunesier sei damals Gegenstand einer Sitzung des gemeinsamen Terrorabwehrzentrums (GTAZ) von Bund und Ländern gewesen.

14.43 Uhr: Neue Spur

Ermittler sprechen laut der Nachrichtenagentur DPA von einer vielsprechenden neuen Spur. Die Hinweise auf den neuen Tatverdächtigen seien hochwertig,

14.23 Uhr: Chöre am Tatort

Das Konzert am Breitscheidplatz wurde vom Kampagnen-Netzwerk Avaaz organisiert. Insgesamt nahmen mehr als 200 Menschen teil, schätzt der Veranstalter. Zu den singenden Menschen gehörten Teilnehmer des Chores "Everybody Can Sing", den die bekannte US-amerikanische Jazz-Sängerin Jocelyn B. Smith leitet, sowie Sänger des Berliner Begegnungschores, in dem auch Flüchtlinge mitsingen.

Mit dem Konzert sollte dem Anschlag gedacht und ein Zeichen der Mitmenschlichkeit gesetzt werden. Gesungen wurden Lieder wie „Shine a Light“, „We are the world“ und „Stille Nacht, Heilige Nacht“.

14.10 Uhr: Gefährder

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums erklärt, deutsche Sicherheitsbehörden würden derzeit 549 Menschen als sogenannte Gefährder einstufen. Der Tatverdächtige ist einer von ihnen.

13.53 Uhr: Hackerangriff auf BKA

Mehre Medien melden übereinstimmend, es habe einen Hackerangriff auf das BKA-Hinweisportal gegeben. Laut den Zeitungen der Funke Mediengruppe war die Plattform, wo Zeugen unter anderem Videos von der Tat hochladen sollen, für mehrere Stunden lahmgelegt. Betroffen sei der Zeitraum am Dienstag zwischen 17 und 19.30 Uhr. Das BKA bestätigt einen DDoS-Angriff auf Twitter.

13.40 Uhr: Bekannter Gefährder

Der neue Tatverdächtige ist den Ermittlern zufolge als sogenannter Gefährder bekannt. Das bedeutet, dass ihm dem jederzeit ein Anschlag in Deutschland zugetraut wird. Der Mann habe sich wechselweise in Nordrhein-Westfalen und Berlin aufgehalten. Es geht den Informationen zufolge um einen Tunesier, dessen Asylantrag abgelehnt wurde und der in der Bundesrepublik geduldet wurde. Abgelehnte Asylbewerber können in Deutschland geduldet werden, wenn ihnen bei einer Abschiebung ins Heimatland dort Verfolgung drohen würde, wenn sie keine Papiere haben oder krank sind.

13.24 Uhr: Singen am Tatort

Menschen haben sich am Breitscheidplatz versammelt, um gemeinsam für Frieden zu singen.

13.00 Uhr: Singen bei Union

Das traditionelle Weihnachtssingen beim 1. FC Union wird am 23. Dezember wie gewohnt stattfinden. Petra Mattuscheck, die Leiterin der Unternehmenskommunikation des Fußballklubs, sagte: "Inwieweit die Polizei verstärkte Maßnahmen ergreift, können wir noch nicht sagen. Da befinden wir uns noch in Gesprächen.“ Die Sicherheitslage sei beim Weihnachtssingen nicht anders als bei einem Fußballspiel und die Lage habe sich vorerst nicht geändert. Es habe vorher auch schon eine Art von Bedrohung gegeben.

12.39 Uhr: Am Tatort

Immer mehr Blumen und Kerzen sammeln sich am Breitscheidplatz in Charlottenburg an. Auf einem Plakat steht "The Light is stronger than the dark".

12.25 Uhr: WIR sind Berlin

In den sozialen Netzwerken macht derweil dieser Facebook-Post die Runde. Ein Nutzer macht seinem Ärger Luft.

12.08 Uhr: Taschen bei Hertha

Die BVG lässt Hertha-Fans wissen, dass sie sich besser früher als später zum heutigen Spiel aufmachen sollten.

12.00 Uhr: Gauck bei Verletzten

Nach seinem Besuch im Virchow-Klinikum sagte Bundespräsident Joachim Gauck: „Die Menschen sollen spüren, dass sie nicht allein sind.“ Gauck dankte auch den Ärzten und Pflegekräften für ihren Einsatz.

In Gesprächen mit Verletzten sei er von ihrer Gefasstheit beeindruckt gewesen. „Ich habe sie an die Kräfte erinnert, die in ihnen sind“, sagte der Bundespräsident. Unter anderem habe er mit einem Mann gesprochen, „der verletzt wurde, weil er geholfen hat“, sagte Gauck. Der Mann sei bei der Rettung der Verletzten von einem herabstürzenden Balken im Genick getroffen worden.

11.55 Uhr: 14 Beschwerden

Beim Presserat sind mittlerweile 14 Beschwerden zur Berichterstattung über den Anschlag eingegangen. Bemängelt werde darin besonders die unverpixelte Darstellung des getöteten polnischen Lkw-Fahrers auf Pressefotos und die Darstellung verletzter und getöteter Opfer in einem Video, das live vom Tatort gestreamt wurde, sagte Presserats-Sprecherin Edda Eick. Im Vergleich zu den eingegangenen Meldungen über die Berichterstattung zum Amoklauf in München sei die Zahl der Beschwerden aber nicht außergewöhnlich hoch.

Liveticker: Klara Niederbacher, Robert John, Silvia Perdoni, Andreas Kopietz und Nadine Pensold