Hiermit beenden wir den Liveticker von Freitag, den 23. Dezember 2016, zu den Ereignissen rund um den Anschlag am Breitscheidplatz in Berlin und dem Tod des mutmaßlichen Attentäters Anis Amri in Italien.

Die Chronologie vom Donnerstag zu den Ereignissen rund um den Anschlag am Breitscheidplatz in Berlin finden Sie hier.

Alle Texte zum Anschlag am Breitscheidplatz können Sie auf unserer Themenseite nachlesen.

23 Uhr: Gastbeitrag für Schweden

Unsere Kollegin Maike Schultz war auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz, als der Anschlag passierte. Für die schwedische Zeitung Svenska Dagbladet hat sie nun einen Gastkommentar geschrieben und sagt: "Der Hass darf nicht siegen!"

22.15 Uhr: Alle Opfer identifiziert

Die Opfer des Terroranschlags vom Breitscheidplatz sind alle identifiziert. Das Bundeskriminalamt teilte am Freitagabend über den Kurzmitteilungsdienst Twitter mit: „IDKO des BKA hat Identifizierung der 12 Todesopfer vom Breitscheidplatz beendet.“ IDKO ist die behördeninterne Abkürzung für Identifizierungskommission. Bekannt ist, dass unter den Toten jeweils ein Pole, eine Italienerin, eine Israelin und ein Tscheche ist. Nach „Spiegel“-Informationen handelt sich um sechs Männer und Frauen. Bei dem Attentat wurden außerdem 53 Menschen teilweise lebensgefährlich verletzt. „Wir gedenken der Opfer und trauern mit deren Angehörigen“, schrieb das BKA in seinem Tweet.

20.56 Uhr: Bürgermeisterin dankt Polizisten

Nach dem Tod des mutmaßlichen Berlin-Attentäters Anis Amri im italienischen Sesto San Giovanni hat die Bürgermeisterin der Stadt dem Polizisten gedankt, der den Terrorverdächtigen erschossen hatte. „Ich habe ihm gesagt, dass die ganze Stadt dankbar ist und stolz auf die Aktion vergangene Nacht“, sagte Monica Chitto der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend. Die Einwohner seien verwundert und verängstigt.

„Diese Person ist durch Europa gereist und wurde hier gefangen, in Sesto San Giovanni“, sagte die Bürgermeisterin der Stadt nahe Mailand. „Wir müssen herausfinden, wohin dieser Mensch wollte. Falls die Ermittlungen ergeben, dass er in Sesto bleiben wollte, brauchen wir möglicherweise stärkere Polizeipräsenz.“
Amri war am frühen Freitagmorgen nahe des Bahnhofs der Stadt erschossen worden. Eine Polizeistreife wollte ihn nach offiziellen Angaben routinemäßig kontrollieren, als der Tunesier das Feuer eröffnete.

20.39 Uhr: Ermittlungen in Frankreich

Frankreich lässt Medieninformationen zunächst unbestätigt, wonach der mutmaßliche Berliner Attentäter Anis Amri über Frankreich nach Italien gelangt sein soll. Der französische Innenminister Bruno Le Roux wies am Freitagabend in Paris auf laufende Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hin.

„Ich rufe zur größten Vorsicht auf im Hinblick auf Informationen, die zur Zeit zirkulieren“, sagte der Minister. „Nur die Ermittlungen werden es erlauben, die Fakten präzise festzustellen.“ Er sei mit seinen Amtskollegen in Deutschland und Italien in Kontakt.

Die italienische Nachrichtenagentur Ansa hatte gemeldet, dass der Terrorverdächtige aus dem französischen Chambéry nach Turin in der italienischen Region Piemont gekommen war. Von dort habe er einen Zug nach Mailand genommen. Medienberichten zufolge war eine entsprechende Fahrkarte bei seiner Leiche gefunden worden.

18.22 Uhr: BKA reist nach Italien

17.48 Uhr: Amris Handy entdeckt

Nach der Geldbörse hat die Polizei nach Informationen des Magazins „Der Spiegel“ offensichtlich auch das Handy des getöteten Terrorverdächtigen Anis Amri gefunden. Das Mobiltelefon der Marke HTC sei beim Lastwagen sichergestellt worden, mit dem der 24-jährige Tunesier am Montagabend mit großer Wahrscheinlichkeit in einem Weihnachtsmarkt im Berliner Zentrum gerast ist. Das Telefon werde Amri zugeordnet. Die Auswertung des Mobiltelefons durch Spezialisten der Kriminaltechnik laufe derzeit auf Hochtouren, zitierte „Der Spiegel“ aus Sicherheitskreisen.

17.38 Uhr: Naved B. äußert sich

Der nach dem Anschlag in Berlin festgenommene Pakistaner ist der Polizei aufgefallen, weil er schnell über eine Straße gerannt ist. „Ich war in der Nähe eines Parks und wollte meine U-Bahn erwischen, um nach Hause zu fahren“, sagte Naved B. der „Welt am Sonntag“. Er habe zurück in seine Unterkunft am Flughafen Tempelhof gewollt, um schlafen zu gehen. „Dabei musste ich eine Straße überqueren und rannte, weil mir Autos entgegenkamen.“ Polizisten hätten ihn daraufhin angehalten. „Sie fragten mich, warum ich renne, und ich sagte ihnen, es war wegen der Autos. Dann kam meine U-Bahn, aber sie haben mich weiter festgehalten.“ Er habe abgestritten, etwas mit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz zu tun zu haben. Er sei aber bis Dienstag in Gewahrsam gehalten worden.

17.03 Uhr: Gedenkkonzert läuft

Seit 15 Uhr läuft das Gedenkkonzert für die Opfer des Anschlags am Breitscheidplatz. Der Andrang am Freitag hält sich bei kaltem Winterwetter in Grenzen, vor der Bühne ist noch viel Platz. Es kamen deutlich weniger als die erwarteten Zehntausenden Besucher. Zur Sicherheit gab es Taschenkontrollen am Eingang und Betonsperren. Das Konzert geht noch bis 20 Uhr.

16.51 Uhr: Polizeipräsenz bleibt

Auch nach dem Tod des mutmaßlichen Attentäters Anis Amri bleiben die Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen, Bahnhöfen und in einem 30 Kilometer breiten Streifen an den Grenzen auf unverändert hohem Niveau. Die Bundespolizei hat bundesweit 41.000 Mitarbeiter, darunter sind etwa 31.000 ausgebildete Vollzugsbeamte. An den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld gehen Beamte in voller Montur auf Streife - dort sei die Präsenz bereits nach den Anschlägen von Paris und Brüssel erhöht worden, berichtete Jens Schobranski, der Sprecher der Hauptstadtdirektion der Bundespolizei.

16.34 Uhr: Lkw-Diebstahl in Tunesien

Nach Angaben seines Bruder Walid hat Anis Tunesien verlassen, weil er wegen Diebstahls eines Lastwagens zu Haft verurteilt worden war. Anis sei weder extremistisch noch religiös gewesen. Er soll aus einer armen Familie stammen, die in dem Ort Oueslatia rund 140 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tunis wohnt.

16.20 Uhr: Sorge um Flüchtlinge

Berlins Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke) hat angesichts des Anschlags vom Breitscheidplatz angekündigt, die Sicherheit von Flüchtlingsunterkünften zu überprüfen. „Es gab auch die ersten Tage schon einige Übergriffe und Pöbeleien“, sagte sie im Inforadio des RBB.

Es handele sich um nichts Dramatisches. „Aber es muss auch verstärkt mit den geflüchteten Menschen in den Unterkünften geredet werden, weil die natürlich auch verunsichert sind und Angst haben.“

16.12 Uhr: Tatort verschoben

Die ARD hat den für den Neujahrstag vorgesehenen „Tatort“-Krimi aus Dortmund nach dem Terror-Anschlag in Berlin verschoben. Der Film „Sturm“ sei „ein hochspannender „Tatort“ des WDR, der mit dem Selbstmordattentat eines Islamisten endet“, sagte Programmdirektor Volker Herres in einer Mitteilung am Freitag. „Er wecke jedoch mit seinen Bildern und Eindrücken „Assoziationen zum Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin“.

16.05 Uhr: Keine weiteren Hinweise

Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gehen die Sicherheitsbehörden weiterhin von einer „hohen abstrakten Gefährdung durch Terrorismus“ in der Hauptstadt aus. Das sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Freitag in einer Sondersitzung des Innenausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus. Allerdings gebe es derzeit keine Hinweise auf konkrete Ziele.

15.55 Uhr: Brandenburger Tor

Mit dem Lied „We Are The World“ haben Musiker am Brandenburger Tor ein Solidaritätskonzert im Gedenken an den Terroranschlag eröffnet. Unter dem Motto „Together Berlin“ sollte die Aktion ein Zeichen setzen. „Wir wollen uns Freundschaft, Verbundenheit und Liebe im Leben nicht nehmen lassen“, erklärte der Veranstalter Rainer Wohltat dazu vorab. Am Freitagnachmittag waren bei kaltem Winterwetter zunächst lediglich einige Hundert Besucher unterwegs. Zur Sicherheit gab es Taschenkontrollen am Eingang und Betonsperren.

Auf der Liste der Musiker standen Max Giesinger, Elen, Triple L und Valerio Lombardo. Am Montag waren bei einem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche zwölf Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 50 Menschen wurden dabei verletzt.

15.15 Uhr: Stellungnahme Merkels

„Unser großer Dank geht an die italienische Polizei“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während einer Stellungnahme im Bundeskanzleramt. Sie wünsche dem verletzten italienischen Polizisten rasche Genesung. Zudem lobte sie die Arbeit der italienischen Polizei sowie aller Sicherheitsbehörden in Deutschland und Europa. Es weise alles daraufhin, dass Anis Amri derjenige war, der den Anschlag in Berlin begangen habe.

Mit Tod des mutmaßlichen Attentäters sei die Fahndung jedoch nicht vorüber. „Wenn es weitere Schuldige oder Helfershelfer gibt, werden wir sie zur Rechenschaft ziehen.“ Der Fall Amri werfe zahlreiche Fragen auf.  „Wir werden jetzt mit Nachdruck prüfen, inwieweit staatliche Maßnahmen geändert werden müssen.“ Sie habe Bundesinnenminister Thomas de Maizière gebeten, den Fall nun genau zu analysieren. Notwendige Maßnahmen sollten zügig umgesetzt werden. „Für mich ist es die oberste Pflicht des Staates, seine Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Darauf können sie sich verlassen."

14.50 Uhr: Mass will Konsequenzen

Der Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat schnelle Konsequenzen angekündigt. Er stehe in enger Beratung mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Es gehe nun darum, wie Ausreisepflichtige so schnell wie möglich abgeschoben und wie Gefährder noch besser überwacht werden können. "Für unsere Zukunft gilt, unsere Sicherheit und unsere Freiheit werden wir mit allen rechtstaatlichen Mitteln schützen," sagte der Minister.

14.34 Uhr: IS bestätigt Tod von Anis Amri

Die Nachrichtenagentur des Islamischen Staates Amaq hat nun ebenfalls den Tod von Anis Amri bestätigt. "Der Angreifer von Berlin führte einen neuen Angriff gegen eine Patrouille der italienischen Polizei in Mailand durch und kam während des Schusswechsels ums Leben", hieß es in der Erklärung, die von Spiegel Online übersetzt wurde.

In einem von Amaq veröffentlichten, dreieinhalbminütigen Video soll Anis Amri zu sehen sein. Darin schwört er dem Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, die Treue.

14.32 Uhr: Konzert für die Opfer

Am Brandenburger Tor ist um 14 Uhr ein Konzert für die Opfer des Anschlages am Breitscheidplatz gestartet.

14.25 Uhr: Thomas de Maizière

"Ich bin erleichtert, dass von diesem Attentäter keine Gefahr mehr ausgeht", sagte der Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei einer Pressekonferenz. Noch heute soll ein Team des BKA in Mailand eintreffen. Der Fall zeige, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit für die Bekämpfung des Terrorismus sei, so de Maizière. Dennoch habe sich die terroristische Gefährdungslage nicht verändert. Nach dem Tod von Anis Amri sei "jetzt die Zeit gekommen, um über Konsequenzen zu reden." Der CDU-Politiker verwies noch einmal auf seinen Gesetzentwurf zur Verschärfung des Abschiebehaft und des Duldungsrechtes.

14.16 Uhr: Stationen von Anis Amri

14.11 Uhr: Angeschossener Polizist

Dem in Mailand angeschossenen Polizisten geht es soweit gut. Der Mann wurde heute vom mutmaßlichen Berlin-Attentäter Anis Amri in der Schulter getroffen.

13.59 Uhr: Marokko warnte vor Amri

Der marokkanische Nachrichtendienst soll den BND bereits vor Monaten vor Anis Amri gewarnt haben. Laut des Nachrichtenportals mondafrique.com warnte Marokko den BND sowohl am 19. September als auch am 11. Oktober dieses Jahres. Demnach soll sich Anis Amri mit zwei Dschihadisten in Dortmund getroffen haben. Laut des marokkanischen Nachrichtendienstes stand er schon damals in Verbindung mit dem IS. Bundesinnenminister Thomas de Maizìere wollte das am Freitag nicht bestätigen. Stattdessen verwies er darauf, dass es in diesem Fall viele Gerüchte gebe.

13.43 Uhr: Merkel spricht mit Tunesien

Deutschland macht sich auf höchster Ebene für leichtere Abschiebungen von Tunesiern in ihr Heimatland stark. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wollte das Thema der Rückführungen am Nachmittag bei einem Telefonat mit dem tunesischen Präsidenten Beji Caid Essebsi anschneiden, wie eine Regierungssprecherin am Freitag in Berlin mitteilte.

13.36 Uhr: Generalbundesanwalt

Der Generalbundesanwalt Peter Frank hat nun offiziell den Tod des mutmaßlichen Attentäters Anis Amri bestätigt. Für ihn stehen nun mögliche Fluchthelfer und Unterstützer im Fokus der Ermittlungen. Zudem soll nun untersucht werden, ob die Waffe, mit der Anis Amri den italienischen Polizisten angeschossen hat, dieselbe ist, mit der der polnische Lkw-Fahrer getötet wurde.

13.26 Uhr: Polizei erleichtert

Erleichtert hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf den Fahndungserfolg im Fall Anis Amri reagiert. Der „Albtraum eines bewaffneten, frei herumlaufenden Terroristen“ habe ein Ende gefunden, sagte der GdP-Vorsitzende Oliver Malchow am Freitag in Berlin. „Wir sind froh darüber, dass die italienischen Kollegen bei dem Zwischenfall in Mailand so professionell reagiert haben.“ Entwarnung könne jedoch nicht gegeben werden. „Unter anderem muss geklärt werden, ob und wo der getötete Anis Amri Hintermänner oder Unterstützer gehabt hatte.“

13.01 Uhr: Spendenkonto für Opfer

Für die Opfer des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt ist ein Spendenkonto beim Roten Kreuz eingerichtet worden. Das teilten die Arbeitsgemeinschaft City und der Schaustellerverband Berlin als Veranstalter des Marktes sowie der Landesverband des Roten Kreuzes am Freitag mit. Man habe sich dazu entschieden, weil die Bereitschaft groß sei, für die Opfer und ihre Angehörigen Geld zu spenden.

12.36 Uhr: Geheimnisverrat

Nach dem Berliner Terroranschlag ermitteln die Behörden in den eigenen Reihen wegen des Verdachts auf Geheimnisverrat. „Für uns ist ärgerlich, dass Informationen ganz offensichtlich auch aus den Sicherheitsbehörden heraus an die Medien getragen wurden“, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Freitag in einer Sitzung des Innenausschusses im Abgeordnetenhaus. „Ich bedauere das und sage, dass wir Ermittlungen an dieser Stelle aufgenommen haben, um dort Geheimnisverrat möglichst einzudämmen oder aufzuklären.“ Er bat die Medien um Zurückhaltung, „weil solche Informationen die Ermittlungsarbeit durchaus beeinträchtigen können.“

12.32 Uhr: Amri doch nicht in Moabit

12.28 Uhr: Bedrohungslage bleibt

Die Bedrohungslage bleibt laut des italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni auch nach dem Tod des mutmaßlichen Attentäters von Berlin hoch. „Die Bedrohung wird nicht unterschätzt“, sagte Gentiloni am Freitag in Rom. In den frühen Morgenstunden war der gesuchte Tunesier Anis Amri italienischen Behörden zufolge in eine Polizeikontrolle geraten und bei einem Schusswechsel getötet worden.

12.25 Uhr: Ermittlungen vor Anschlag

12.22 Uhr: Dank der Berliner Polizei

12.05 Uhr: Schusswaffe

11.57 Uhr: Gefährder in Deutschland

Laut des Sprechers des Bundesinnenministeriums, Tobias Plate, gibt es in Deutschland derzeit 550 Gefährder. 80 davon seien in Haft.

11.54 Uhr: Amri am Lageso

11.47 Uhr: Dank an Italien

Die Bundesregierung hat den italienischen Behörden für die Zusammenarbeit im Fall des Terrorverdächtigen Anis Amri gedankt. Es habe einen sehr engen und vertrauensvollen Informationstausch am Freitagvormittag gegeben, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. So sei der amtierende deutsche Generalkonsul in Mailand sehr früh eingeweiht worden, es habe auch direkten Kontakt mit dem dortigen Polizeipräfekten gegeben.

Die Bundesregierung hat den Tod des mutmaßlichen Attentäters von Berlin jedoch noch nicht offiziell bestätigt. „Ich würde sie da ein bisschen um Geduld bitten. Die Dinge sind im Fluss“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin.

11.45 Uhr: Verletzte in Lebensgefahr

Einige der Schwerverletzten des Terroranschlags in Berlin kämpfen weiter um ihr Leben. Das sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Freitag bei einer Sitzung des Innenausschusses im Abgeordnetenhaus.

Nach derzeitigem Stand seien bei dem Anschlag am Montag auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz 12 Menschen ums Leben gekommen. 53 seien verletzt worden, darunter 14 sehr schwer. Bislang seien sechs Todesopfer identifiziert. Die Identifizierung der übrigen Toten dauere an.

11.38 Uhr: Genauer Fluchtweg

Der mutmaßliche Attentäter Anis Amri soll von Berlin aus Italien über die französische Provinz Savoyen erreicht haben. Ziel sei zunächst Turin gewesen, berichtet die italienische Nachrichtenagentur ansa in Berufung auf die Digos, eine auf Terrorbekämpfung spezialisierte Einheit der italienischen Staatspolizei. In der piemontesischen Hauptstadt  habe Amri einen Zug nach Mailand genommen. Dort sei er um 1 Uhr nachts eingetroffen.

Italiens Innenminister Marco Minniti sagte während einer Pressekonferenz in Rom, in Italien existiere ein hohes Niveau der Kontrolle, das erlaube, Flüchtige im Moment des Grenzübertritts zu „identifizieren und zu neutralisieren“. Das zeigen, dass der Sicherheitsapparat funktioniere.

11.30 Uhr: Suche nach Mittätern

Nach dem berichteten Tod des mutmaßlichen Attentäters Anis Amri in Italien gehen die Ermittlungen zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz laut Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) unvermindert weiter. „Das bedeutet nicht, dass wir die Fahndungsmaßnahmen aufheben werden“, sagte Geisel am Freitag in einer Sitzung des Innenausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus. So müsse zum Beispiel geklärt werden, ob der Attentäter Komplizen hatte. „Der Sachverhalt wird weiter aufgeklärt.“ Gegenwärtig sei der Tod Amris von deutscher Seite noch nicht bestätigt, fügte Geisel hinzu.

11.26 Uhr: Weitere Fahndung

11.19 Uhr: Per Regionalbahnen

Im Rucksack von Anis Amri sollen mehrere Zugtickets gefunden worden sein. Demnach reiste der mutmaßliche Attentäter ausschließlich mit Regionalbahnen von Deutschland über Frankreich nach Italien. Offenbar wollte er so Kontrollen durch die Sicherheitsbehörden vermeiden.

11.16 Uhr: Sondersendung

11.12 Uhr: Genauer Hergang

Der Flüchtige sei nachts um 3 Uhr während einer regulären Straßenkontrolle der Polizei getötet  worden, sagt der italienische Innenminister Marco Minniti. Er sei zu Fuß unterwegs gewesen. Auf der Piazza I Maggio a Sesto S. Giovanni, in einem Vorort Mailands, habe Amri eine Pistole aus einem Rucksack gezogen und einen Polizisten angeschossen, nachdem ihn die Polizei angewiesen habe, sich auszuweisen. Die Polizei habe den mutmaßlichen Attentäter von Berlin daraufhin erschossen. Der angeschossene Polizist werde mit leichten Verletzungen im Krankenhaus behandelt.

11.07 Uhr: Tod Amris bestätigt

Der italienische Innenminister Marco Minniti hat soeben bestätigt, dass es sich bei dem Toten zweifelsfrei um den gesuchten mutmaßlichen Attentäter Anis Amri handelt.

10.57 Uhr: Fingerabdrücke

Laut mehrerer italienischer Tageszeitungen wurden die Fingerabdrücke des in Mailand getöteten Mannes mit denen des mutmaßlichen Attentäters von Berlin, Anis Amri, abgeglichen. Beide sollen identisch sein.

10.53 Uhr: Über Frankreich geflohen

Der mutmaßliche Attentäter soll auf seiner Flucht von Deutschland nach Italien über Frankreich eingereist sein. Laut des italienischen Fernsehens soll er an einem Bahnhof in Mailand gestellt worden sein. Offenbar schoss er mit einer kleinkalibrigen Waffe. Auch der polnische LKW-Fahrer wurde in Berlin mit einer kleinkalibrigen Waffe erschossen.

10.50 Uhr: Generalbundesanwalt

Wie das italienische Fernsehen berichtet, stehen die dortigen Behörden mit der deutschen Generalbundesanwaltschaft in Kontakt. Derweil kommen weitere Details ans Licht. So soll Anis Amri selbst mit einer Schusswaffe den Polizisten an der Schulter getroffen habe. Er soll während der Schießerei den Schlachtruf der Dschihadisten "Allah ist groß" gerufen haben.

10.46 Uhr: Bei Schießerei getötet

Die italienische Polizei soll Anis Amri bei einer Schießerei am Freitag um 3 Uhr morgens in Mailand erschossen haben. Laut des italienischen Fernsehens wurde der mutmaßliche Berlin-Attentäter bei einer Kontrolle angehalten. Daraufhin soll es gleich zu einer Schießerei gekommen sein. Dabei soll auch ein Polizist an der Schulter getroffen worden sein. Das italienische Innenministerium will sich dazu in Kürze äußern.

10.40 Uhr: Verbindung nach Italien

Was Amri vor seiner Ankunft in Deutschland gemacht hat, wird nun klarer: Im April 2011 landete er als Bootsflüchtling auf der italienischen Insel Lampedusa und wurde dort von den Behörden registriert. Es war die Anfangszeit des Arabischen Frühlings. Tausende Tunesier flohen nach Italien. Die 6000 Einwohner zählende Insel Lampedusa beherbergte im März bereits 5000 Flüchtlinge.

Amri wurde schnell aktenkundig. Er soll an Aufruhr und Brandstiftung in Flüchtlingslagern beteiligt gewesen sein und wurde dafür verurteilt. In Belpasso nahe Catania, wo er zur Schule geschickt wurde, soll er alsbald ein „Klima des Schreckens“ verbreitet haben, mit Drohungen, Gewalt, Vandalismus, Diebstahl, wie die Zeitung „La Stampa“ unter Berufung auf Gerichtsakten vermeldete.

Vier Jahre in Haft

Wegen versuchter Brandstiftung und Diebstahls in der Schule erhielt Amri vier Jahre Gefängnis. Er saß in Catania, Palermo, Enna, Sciacca und Agrigento ein. Aus Sicherheitsgründen musste er mehrfach verlegt werden: In den Akten sind zwölf Fälle vermerkt, in denen er wegen Bedrohung, Einschüchterung und Angriffen auf Mithäftlinge angezeigt wurde, berichtet die Zeitung „La Repubblica“. Ob er in der Haft radikalisiert wurde, ist unklar.

Am 18. Mai 2015 wurde Amri vorzeitig entlassen – 156 Tage vor dem Ablauf seiner Strafe – und sollte abgeschoben werden. Dazu kam es aber nicht, weil die tunesischen Behörden nicht rechtzeitig die Prozedur zur Anerkennung der Identität von Amri vollzogen hätten, zitiert „La Stampa“ offizielle Quellen.

In Italien ist es in solchen Fällen gängige Praxis, dass die Betroffenen schließlich auf freien Fuß gesetzt werden und ein Dokument der Polizeipräfektur erhalten, wonach sie innerhalb von sieben Tagen Italien selbstständig zu verlassen haben. Fast immer tauchen sie dann in die Illegalität ab. Amri setzte sich nach Deutschland ab.

10.33 Uhr: Anis Amri erschossen?

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters wurde der mutmaßliche Attentäter Anis Amri angeblich in Mailand erschossen.

10.20 Uhr: Moschee-Verein im Visier

Die Berliner Polizei ist am Freitagmorgen zu einem Einsatz beim Moschee-Verein „Fussilet 33“ im Stadtteil Moabit ausgerückt. Dort wurden mehrere Männer aus dem Haus zu einem Taxi geleitet, von einer Festnahme war nicht die Rede.

Der Moschee-Verein habe von sich aus beschlossen, vorerst zu schließen, hieß es vor Ort. Die Berliner Polizei äußerte sich nicht zu dem Einsatz. Sie verwies auf die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, die die Ermittlungen nach dem Terroranschlag an der Gedächtniskirche übernommen hat.

9.50 Uhr: Keine sicheren Herkunftsländer

Die Grünen lehnen es ab, als Reaktion auf den Berliner Terroranschlag die Maghreb-Staaten zu sichereren Herkunftsländern zu erklären. „Der Fall des Tatverdächtigen Amri hat mit dem zweifelhaften Instrument der Sicheren Herkunftsstaaten nichts zu tun“, sagte Grünen-Vorsitzende Simone Peter der  Rheinischen Post. Wer hier einen Zusammenhang konstruiere, dem gehe es nicht um Lösungen sondern „nur um politische Stimmungsmache“, sagte Peter. „Zielführender als alle Asylverschärfungen ist nach wie vor die Personalverstärkung bei der Registrierung und Antragsbearbeitung.“

9.15 Uhr: Amri vielleicht in Berlin

Der mutmaßliche Attentäter Anis Amri hält sich möglicherweise noch immer in der Hauptstadt auf. "Wir gehen davon aus, dass er sich entweder in Berlin oder in Nordrhein-Westfalen aufhält", sagten Sicherheitskreise am Freitag dem Tagesspiegel. Zudem werde nicht mehr davon ausgegangen, dass der Mann im Gesicht verletzt wurde. Im LKW wurde lediglich das Blut des getöteten polnischen LKW-Fahrers gefunden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Sicherheitskreise weiter. Auch das Bild aus einer Überwachungskamera der Fussilet-Moschee in Berlin-Moabit, zeigt keine Verletzungen im Gesicht von Anis Amri.

8.43 Uhr: Mord in Hamburg

Nach dem Anschlag von Berlin prüft die Hamburger Polizei, ob der europaweit gesuchte Anis Amri für den Mord an einem 16-Jährigen Mitte Oktober an der Alster verantwortlich sein könnte. Die Mordkommission habe Ähnlichkeiten zwischen dem Terrorverdächtigen Amri und dem Phantombild in dem Hamburger Mordfall festgestellt. „Das ist eine weitere Spur, der wir nachgehen. Nach derzeitigem Stand gibt es da aber keine Hinweise“, sagte ein Polizeisprecher.

8.29 Uhr: Angriffe auf Flüchtlinge

Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Die Linke) sorgt sich nach dem Anschlag vom Breitscheidplatz um die Sicherheit von Flüchtlingen in Berlin.
Breitenbach berichtete am Freitag im rbb-Inforadio, dass es deshalb bereits Gespräche mit der Polizei gegeben hat.

„Wir gehen damit jetzt um, indem wir gucken, inwieweit es notwendig ist, Flüchtlingsunterkünfte noch mal mehr zu schützen, weil es möglicherweise zu Übergriffen kam. Es gab auch die ersten Tage schon einige Übergriffe und Pöbeleien, jetzt nichts Dramatisches, aber es muss auch verstärkt mit den geflüchteten Menschen in den Unterkünften geredet werden, weil die natürlich auch verunsichert sind und Angst haben. Das erzählen sehr viele Unterstützer.“

8.22 Uhr: "Systematisches Versagen"

Im Anti-Terror-Kampf in Deutschland sind die Behörden nach den Worten des Terrorismus-Experten Peter Neumann bisher „relativ naiv“ gewesen. Man müsse sich nun unter anderem mit der zur Verfügung stehenden Technologie, dem Personal, der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern sowie der Prävention auseinandersetzen. Neumann sprach von einem „systemischen Versagen“ in den Strukturen. Es sei schwierig für die Behörden, alle Gefährder in Deutschland unter Kontrolle zu haben.

8.00 Uhr: Özdemir kritisiert Tunesien

Grünen-Chef Cem Özdemir macht den tunesischen Behörden wegen der gescheiterten Abschiebung des Terrorverdächtigen Anis Amri Vorwürfe. Das Verhalten der tunesischen Stellen in dieser Sache sei „ärgerlich“, sagte Özdemir der „Bild“-Zeitung. „Es kann nicht sein, dass manche Länder über Unterstützung dankbar sind, aber sich weigern, Verbrecher aus ihren Ländern wieder aufzunehmen.“

Migranten wie Amri, die als sogenannte Gefährder identifiziert worden seien, müssten künftig schneller abgeschoben werden, forderte Özdemir. „Wenn eine kürzlich eingereiste Person hierzulande gegen den Westen und seine Werte Anschläge verüben kann und damit das Leben meiner Mitbürger gefährden kann, sehe ich wenig Argumente, warum so eine Person bei uns bleiben soll.“

7.50 Uhr: Angst nach dem Anschlag

Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt meidet jeder vierte Deutsche größere Menschenansammlungen. 27 Prozent halten sich demnach fern, 48 Prozent der Teilnehmer einer aktuellen YouGov-Umfrage gaben dagegen an, „ich verhalte mich diesbezüglich wie bisher“. Zugleich gaben allerdings 45 Prozent der Befragten an, sie hielten „allgemein die Sicherheitsvorkehrungen bei Großveranstaltungen und öffentlichen Festen“ für nicht ausreichend. Nach YouGov-Angaben vom Donnerstag befanden 41 Prozent der Deutschen die Sicherheitsmaßnahmen für ausreichend.

7.40 Uhr: Anschlag verhindert

Spezialeinheiten haben in Duisburg zwei Männer wegen des Verdachts der Vorbereitung eines Anschlags auf ein Einkaufszentrum festgenommen. Die beiden 28 und 31 Jahre alten Brüder stünden im Verdacht, möglicherweise einen Anschlag auf das Einkaufszentrum Centro in Oberhausen vorbereitet zu haben, teilte die Polizei am Freitag mit.

7.30 Uhr: Australien

Die Polizei in Australien hat nach eigener Darstellung einen drohenden Anschlag am Weihnachtstag in Melbourne verhindert. Bei einem Großeinsatz von rund 400 schwer bewaffneten Polizisten seien sieben Verdächtige festgenommen worden, teilten die Behörden am Freitag mit. Nach Angaben von Polizeichef Graham Ashton waren Anschläge auf touristische Ziele in Melbourne geplant, unter anderem auf den Bahnhof Flinders Street. Dabei sollte dabei auch Sprengstoff eingesetzt werden. „Wenn uns dies durchgerutscht wäre, wäre es sicherlich ein folgenschwerer Anschlag geworden.“