Berlin - In den vergangenen Tagen haben Medienberichte die Runde gemacht, wonach die Opfer des Anschlags in Berlin keine Entschädigungen erhalten können. Der Opferbeauftragte des Landes Berlin, Roland Weber, hatte in diesem Zusammenhang gar von einer „fatalen Lücke“ gesprochen.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat nun gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) klar gestellt, dass die Opfer sehr wohl Entschädigungen beanspruchen können. „Jeder bekommt die Hilfe, die er braucht,“ teilte die Ministerin dem RND auf Anfrage mit.

Gesetzesänderung möglich

So hätten die Opfer des Anschlags die Möglichkeit, Ansprüche gegenüber dem „Entschädigungsfonds für Schäden aus Kraftfahrzeugunfällen“ geltend zu machen. Dieser hilft auch Menschen, die absichtlich von Kraftfahrzeugen angefahren wurden. Zusätzlich könnte die psychologische Betreuung bei den Traumaambulanzen des Landes Berlin genutzt werden.

Nahles sagte auch zu, die Ausschlussregel für die Opferentschädigung zu überprüfen. Sollten sich mit Blick auf die Geschehnisse in Berlin aus der Abgrenzungsregelung Nachteile für die Betroffenen ergeben, so wird das BMAS (Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Anmerk. d. Redaktion) prüfen, ob im geplanten Gesetzgebungsvorhaben Änderungen vorgenommen werden müssen“, sagte sie dem RND. (BLZ)