Berlin - Unbekannte haben am Mittwochmorgen in Kreuzberg eine Telefonzelle gesprengt. Kurz nach halb vier hörte eine Anwohnerin im Erkelenzdamm einen Knall und sah eine zerstörte Telefonzelle in der nahe gelegenen Grünanlage. Laut Polizei wurden durch die Wucht der Explosion die Trümmer bis zu 40 Meter weit im Umkreis verstreut. Verletzt wurde nach Angaben eines Polizeisprechers niemand. Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernahm die Ermittlungen wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion.

Polenböller im Einsatz

Polizisten schließen nicht aus, dass der oder die Täter Pyrotechnik verwendeten, die illegal aus Polen eingeführt wurde. Vor diesen so genannten Polenböllern warnen Polizei und Feuerwehr, weil die Böller in ihrer Handhabung unberechenbar und zudem mit hochexplosivem Industriesprengstoff gefüllt sind.

In den vergangenen Tagen häuften sich in der Hauptstadt derartige Taten. Erst in der Nacht zum Montag hatten Unbekannte haben in der Neuköllner Warthestraße einen Telefonverteilerkasten gesprengt. Durch die Explosion brach der Kasten auseinander, und es kam zu Telefonausfällen.