An der Ernst-Reuter-Schule in Gesundbrunnen ist es vor wenigen Tagen zu einem antisemitischen Vorfall gekommen. Mehrere Oberstufenschüler diskutierten nach Informationen der Berliner Zeitung am 13. Dezember in der Schulmensa den Nahostkonflikt.

Ein 18-jähriger jüdischer Schüler soll sich dabei laut Zeugenaussagen gegen einen eigenen Palästinenserstaat ausgesprochen haben. Darauf umringten einige arabischstämmige Schüler den 18-Jährigen.

Ein Mädchen soll dann gerufen haben: „Hitler war gut! Denn er hat die Juden umgebracht.“ Die Bildungsverwaltung stellte auf Anfrage klar, die Schülerin habe sofort bemerkt, dass ihre Aussage menschenverachtend und antisemitisch sei und sich bei dem Schüler entschuldigt.

Der Schulleiter verurteilte die Aussage der Schülerin, informierte die Antidiskriminierungsbeauftragte und stellte eine Erklärung ins Internet. „Wir dulden als Ernst-Reuter-Schule keine Form von Diskriminierung“, heißt es. „Ich erwarte eine transparente Aufarbeitung des Falles“, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD).