Berlin - Am Mittwoch wurde der höchste jüdische Feiertag Jom Kippur begangen. Wie die meisten Berliner jüdischen Glaubens, wollte auch Esther Dobrin an diesem Tag in die Synagoge. Die Fahrt dorthin hat sich ihr allerdings als schreckliches Erlebnis eingeprägt. Folgt man ihrer Darstellung, hat ein Berliner Taxifahrer sie und ihre Familie aus seinem Wagen geworfen – weil sie Juden sind.

Es war elf Uhr am Vormittag, als sich der Vorfall ereignete. Esther Dobrin wollte nicht mit dem Auto fahren. Ihr Mann rief der Familie deshalb in Dahlem ein Taxi. Esther Dobrin hatte Begleitung auf dieser Fahrt: ihre elfjährige Tochter, ihre 19-jährige Nichte und deren 20-jähriger Freund. Als die Familie eingestiegen war, teilte sie dem Fahrer mit, wo sie hinwollte: in die Pestalozzistraße 13. „Bis dahin war er sehr freundlich gewesen“, sagt Esther Dobrin. Aber dann fragte er nach, wollte wissen, wohin genau die Fahrt gehen soll.

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