Berlin - Seine Bilder des schwermütigen Joy Division-Sängers Ian Curtis, seine Bandaufnahmen von den Rolling Stones, R.E.M., Depeche Mode, U2 oder Nirvana machten den holländischen Fotografen weltberühmt. Neben seinen Aufnahmen für Magazine gestaltet Corbijn auch Plattencover und erzählte in seinem Spielfilmdebüt Control die Geschichte des legendären Joy Division-Sängers Curtis mit Sam Riley in der Hauptrolle. Corbijn zählt sicherlich zu den einflussreichsten und vielseitigsten visuellen Künstlern der Popkultur der vergangenen Jahrzehnte.

Wer etwas über den Mann hinter Kamera erfahren möchte, musste bislang schnell frustriert aufgeben. Corbijn gilt als öffentlichkeitsscheu und verschlossen. Einer kleinen Sensation kommt es da gleich, dass der Regisseurin Klaartje Quirijns („The Brooklyn Connection“) ein ebenfalls intimes Porträt des Künstlers gelungen ist. „Anton Corbijn Inside Out“ eröffnet den Fans einen völlig neuen, faszinierenden Blick auf den Fotografen – auf einen Mann mit schwieriger Vergangenheit, dem seine Arbeit mehr abverlangt als man denkt. (BLZ)

Anton Corbijn Inside Out kommt heute in die Kinos. Eine öffentliche Vorführung mit Corbijn und Quirijns gibt es am Sonnabend im Filmkunst 66, Bleibtreustraße 12, Beginn: 19 Uhr