Das deutsch-kanadische Unternehmen Rock Tech Lithium, das in Guben seine europaweit erste Fertigungsanlage für batteriefähiges Lithiumhydroxid errichten will, hat beim Land Brandenburg nun die Unterlagen für die erste Teilgenehmigung eingereicht. Dabei geht es nach Firmenangaben zunächst um die geplanten Gebäude und Straßen. Zugleich werden vom Landesumweltamt die grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit des Projektes sowie die Umweltverträglichkeit geprüft, hieß es.

Die internen Planungen sehen vor, dass im Herbst die Bauarbeiten für die künftige Fabrik beginnen. Dafür soll im Mai der zweite Teilantrag eingereicht werden, der die eigentlichen Produktionsanlagen betrifft. Ein abschließender Antrag für Versorgungsanlagen und Nebengebäude werde demnach im Juli folgen. Bereits im April will das Unternehmen in Guben einen Informationstag veranstalten, um die Bevölkerung vor Ort möglichst frühzeitig in das Projekt mit einzubinden.

Im Oktober hatte Rock Tech Lithium auf dem Gelände des ehemaligen Chemiefaserwerks Guben ein Grundstück für den Aufbau der Fertigung erworben. In der Produktionsanlage sollen künftig jährlich 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid hergestellt werden. Laut Rock Tech reiche diese Menge aus, um damit Batterien für etwa 500.000 Elektroautos produzieren zu können. Insgesamt sollen 470 Millionen Euro in das Vorhaben investiert werden, das zugleich 160 Arbeitsplätze in Guben bedeutet. Rock Tech will noch in diesem Jahr den Standort einer weiteren Anlage in Deutschland bekannt geben.