Nicht jeder der 16 deutschen Länderchefs bekommt diesen interessanten Nebenjob. Das ist demokratisches Schicksal, denn nicht jeder dieser 16 regiert lange genug, um den alljährlich im November reihum mit einem neuen Ministerpräsidenten besetzten Posten des Bundesratspräsidenten zu übernehmen. Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister seit 2014, kann sich also glücklich schätzen, für ein Jahr zu den wichtigsten Repräsentanten der Bundesrepublik zu gehören. Auch sein Vorgänger Klaus Wowereit hatte übrigens diese Ehre – von 2002 bis 2003.

Am Freitag, zur ersten turnusmäßigen Sitzung der Länderkammer, hielt Müller seine Antrittsrede im Bundesrat an der Leipziger Straße – dem ehemaligen Herrenhaus Preußens, räumlich verbunden mit dem Abgeordnetenhaus von Berlin auf der anderen Seite des Häuserblocks, also dem einstigen Preußischen Landtag, den Müller längst in- und auswendig kennt.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.