Insassen in Berliner Gefängnissen haben im Vorjahr knapp 1,7 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Kosten für Beschäftigung und Qualifizierung lägen aber ein Vielfaches über den Einnahmen, teilte die Senatsverwaltung mit. „Mit der Arbeit von Gefangenen werden keine Gewinne erwirtschaftet, das ist auch nicht das Ziel“, sagte ein Sprecher.

Gefangene reparieren Schuhe, Autos und Fahrräder oder polstern Sofas, waschen Wäsche und drucken Broschüren. Mit der Beschäftigung sollen sie auch einen strukturierten Tag erlernen und fit für die Zeit nach der Haft werden. 

Zwischen 9,87 und 16,44 Euro

Derzeit sitzen rund 4000 Straftäter im Gefängnis. 2017 war etwa jeder dritte der inhaftierten Straftäter in einem der Berliner Gefängnisbetriebe beschäftigt.

In den Anstalten Moabit, Heidering, Plötzensee und im Frauengefängnis können Unternehmen von draußen Aufträge abarbeiten lassen. Der Lohn im Gefängnis liegt in diesem Jahr zwischen 9,87 und 16,44 Euro - pro Tag, abhängig von Schwierigkeitsgrad und Qualifizierung. (dpa)