Berlin - Am Montag sind die angestellten Lehrer an Berliner Schulen erneut zum Streik aufgerufen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rechnet damit, dass sich wieder 2500 bis 3000 Lehrer an dem Streik beteiligen. Die Pädagogen wollen mit ihrem seit bald einem Jahr andauernden Arbeitskampf erreichen, dass angestellte Lehrer beim Nettoverdienst den verbeamteten Kollegen gleich gestellt werden. „Berlin braucht eine tariflich gesicherte, gerechte Bezahlung für Angestellte“, forderte Florian Bublys von der Junglehrer-Initiative „Bildet Berlin!“.

Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) lehnt Tarifverhandlungen auf Landesebene ab und verweist darauf, dass die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) eine bundesweite Lösung für angestellte Lehrer anstrebe.

An den Schulen werden wegen des Streiktags wohl erneut gut 10.000 Unterrichtsstunden ausfallen oder notdürftig vertreten werden. Ein Ende des Konflikts ist nicht in Sicht, zumal angestellte Lehrer inzwischen auch in der Tarifkommission das Sagen haben. 29.000 Lehrer arbeiten an staatlichen Schulen, davon sind 9000 als Angestellte beschäftigt – Tendenz steigend. Berlin verbeamtet seit 2004 nicht mehr.

Zudem fordern Lehrer mit ausländischem Studienabschluss eine bessere Bezahlung. An der bilingualen Mandela-Schule gibt es dazu eine eigene Veranstaltung.