Berlin - Auf dem Berliner Arbeitsmarkt hat sich die Situation im Februar kaum verändert. Nach Angaben der regionalen Arbeitsagenturen waren im Februar 211.918 Berliner als arbeitslos registriert. Das sind 580 weniger als im Januar. Gegenüber dem Februar des vergangenen Jahres stieg die Zahl der Arbeitslosen in Berlin damit allerdings um mehr als 55.000. Das entspricht einer Zunahme um über 35 Prozent. Die Arbeitslosenquote in Berlin betrug im Februar unverändert 10,6 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt bleibt stabil und hält dem seit Wochen andauernden Lockdown stand“, sagte Ramona Schröder, Vorsitzende der Arbeitsagenturen in Berlin und Brandenburg. Dazu habe in großem Maß die Kurzarbeit beigetragen, die von vielen Unternehmen genutzt werde. Die Kurzarbeiterquote, die den Anteil der Kurzarbeiter an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten beziffert, lag den Angaben zufolge in Berlin bei 6,8 Prozent. Besonders betroffen sind wie in den Vormonaten die Dienstleistungsbereiche, der Einzelhandel, das Gastgewerbe sowie der Tourismus. Die Zahl der neuen Anzeigen für Kurzarbeit lag im Februar 2021 etwas niedriger als im Januar. In Berlin zeigten 1802 Betriebe Kurzarbeit für 13.429 Mitarbeiter an.

Während die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich bereits dramatisch um über 35 Prozent stieg, ging sie unter einzelnen Personengruppen noch weiter nach oben. So wuchs die Arbeitslosigkeit unter Langzeitarbeitslosen binnen eines Jahres um 80 Prozent, unter Menschen mit Migrationshintergrund stieg sie um mehr als 43 Prozent. Bei jungen Menschen bis zum Alter von 25 Jahren nahm die Arbeitslosigkeit um 44 Prozent zu. Damit stieg auch die Jugendarbeitslosigkeit in Berlin im Februar weiter an. Lag sie im Dezember noch bei 10,9 Prozent, so beträgt sie nun 11,5 Prozent und markiert einen Spitzenwert in der Republik. Im bundesweiten Durchschnitt liegt die Arbeitslosenquote unter den 15- bis 25-Jährigen aktuell bei 5,6 Prozent.