Dabei wachsen dort schon die Betonwände und waren die Pläne bereits 2009 so festgezurrt, dass jede Veränderung der teilweise absurd dysfunktional verteilten Räume von der Schloss-Stiftung kategorisch abgelehnt wurde. Zudem glaubt doch so ziemlich jeder zu wissen, dass das teuerste deutsche Kulturprojekt mindestens 100 Millionen Euro teurer wird als die kalkulierten 621 Millionen.

Ist der Münchener Architekt Stefan Braunfels, 63, also ein esoterischer Querulant? Seine jüngste Pressemitteilung klingt so. Darin geht es nicht um ein Bauprojekt: Er, der „Stararchitekt“ – ein Un-Wort im Übrigen –, sei in einem Berliner Taxi Computer-Dieben zum Opfer gefallen, 1 000 Euro bietet er für sein abhanden gekommenes iPad. Aber Braunfels ist ein überaus erfolgreicher Architekt – was die Exzentrik nicht ausschließt, aber doch erheblich einschränkt. Wer Betonmassen berechnet, bleibt meist recht realitätsverhaftet. Zumal, wenn er ein großes Büro führt, Preise, Wettbewerbe und neue Auftraggeber gewinnen muss.

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