Berlin - Im internationalen Vergleich kann Berlin in Sachen Skyline nicht punkten. Zwar gibt es ein paar hohe Häuser, und es sollen noch einige mehr werden, doch von einer Skyline mit echten Wolkenkratzern wie in Shanghai oder New York wird die deutsche Hauptstadt wohl noch eine ganze Weile weit entfernt sein. Dennoch könnte sich Berlins Stadtsilhouette bald deutlich verändern, wenn es nach einigen Architekten und Investoren geht. Hier sind neun konkret geplante Projekte im Überblick:

Wohnturm "Grandaire" am Alexanderplatz

Mit "Grandaire" entsteht der erste von bis zu neun geplanten Wohntürmen am Alexanderplatz. Das Wohnhaus wird voraussichtlich 65 Meter hoch und umfasst 20 Etagen. 260 Wohnungen, davon 100 Mietwohnungen, sollen hier bis zum Sommer 2020 errichtet werden. Etwa 60 Millionen Euro betragen die Baukosten für das niederländische Unternehmen Dekor Vastgoed, hinter dem die Firmen Reggeborgh und BPF Bouwinvest stehen.

Monarch-Tower am Alexanderplatz

Direkt neben dem Einkaufszentrum Alexa plant der russische Investor Monarch einen 150 Meter hohen Wohnturm. Auf 39 Stockwerken sollen rund 475 Luxus-Apartments mit einer Größe von 30 bis 400 Quadratmetern errichtet werden. Der Bezirk Mitte hat bereits einen Bauvorbescheid erteilt. Das bedeutet, dass er den Bau für grundsätzlich möglich einstuft. Der Investor hat den Bauantrag eingereicht und ist guter Dinge, die Genehmigung zu erhalten. 2019 soll der Neubau fertig sein.

"Capital Tower" am Alexanderplatz

Und noch ein Hochhaus am Alexanderplatz: Neben dem Elektronikmarkt Saturn will der US-Investor Hines einen ebenfalls 150 Meter hohen Wohnturm bauen. Die Planungen dafür laufen bereits seit einer ganzen Weile. Allerdings waren die Arbeiten am Bebauungsplan im August 2013 unterbrochen worden. Grund: die Sorge der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), dass im Falle einer Havarie auf der Baustelle der Betrieb der U-Bahn-Linie 5 gefährdet werden könnte.

Im Sommer 2016 wurden die Arbeiten am Bebauungsplan aber wieder aufgenommen, der Baubeginn für den "Capital Tower" rückt näher. Ende 2019 soll er fertig sein.