Noch im vergangenen Jahr strömten 15.000 Musikbegeisterte auf das Arena-Gelände in Treptow, um unter anderem Acts wie Chet Faker, Fritz Kalkbrenner, James Blake, Atari Teenage Riot und viele andere zu sehen. Musikalisch war das elektronisch ausgerichtete Event im Mai ein Highlight für die Berliner Kulturlandschaft. Kritik gab es lediglich am Bezahlsystem, das komplett bargeldlos ablief und lange Schlangen verursachte.

Viele Fans dürften sich schon auf die ersten Acts für 2016 gefreut haben, doch das Berlin Festival fällt in diesem Jahr aus, wie die Veranstalter auf ihrer Homepage mitteilen. Die Rede ist von einer "Kreativpause".

Dazu heißt es auf der Webseite:

"Auch wenn wir mit dem der Ausgabe des Berlin Festivals 2015 im Arena Park das Gefühl hatten, dass das Festival ein neues Zuhause gefunden hat und ein Stück weit angekommen ist, werden wir 2016 dennoch eine kreative Schaffenspause einlegen. Gerade weil wir so von der neuen Ausrichtung überzeugt waren und sind, wollen wir die nötige Zeit aufbringen, die nächste Ausgabe des Berlin Festivals in all seinen Details zu Ende zu denken. Nach langem Überlegen haben wir uns deshalb entschieden, dieses Jahr auszusetzen."

Wie Stefan Lehmkuhl, Künstlerischer Leiter des Festivals, weiter erklärt, wolle man das Konzept als integrativen Teil der Hauptstadt ausbauen. Dafür bräuchte man einfach mehr Zeit als geplant. Einen neuen Termin für 2017 gibt es allerdings noch nicht.

Das Festival hatte mehrfach die Orte gewechselt: Von Paaren/Glien (Brandenburg) zog es ins Poststadion in Berlin-Mitte, dann auf den früheren Flughafen Tempelhof und schließlich in den Arena Park in Treptow. In Treptow gibt es dieses Jahr dennoch ein Musikfestival: Das Lollapallooza findet am 10. und 11. September im Treptower Park statt. (mit dpa)