Das Berliner Landgericht hat die Rechte von Mietern in asbestbelasteten Wohnungen gestärkt. Wenn ein Vermieter seine Mieter nicht über eine vorhandene Asbestbelastung in der Wohnung informiert, macht er sich danach einer Verletzung der Verkehrssicherungs-, Schutz- und Obhutspflichten schuldig. Der Mieter kann gegebenenfalls Schadenersatz fordern, wenn er aufgrund der Asbestbelastung erkrankt.

„Die Entscheidung ist ein Erfolg für die Mieter“, sagt Rechtsanwalt Sven Leistikow, der das Urteil vom 17. Januar 2018 erstritt. „Jetzt steht fest, dass es die Aufgabe der Vermieter ist, ihre Mieter über eine Asbestbelastung in der Wohnung aufzuklären.“ Das inzwischen rechtskräftige Urteil sei „auf viele andere Fälle übertragbar“, so Leistikow. Viele Mieter könnten davon profitieren.

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