Berlin - Wegen Terrorverdachts hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Donnerstagnachmittag Haftbefehl  gegen einen 27-Jährigen aus Berlin erlassen. Ashraf al T.  wird Mitgliedschaft in der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) vorgeworfen.  Das sagte dessen Anwalt Jonathan Burmeister der Berliner Zeitung.

Ashraf al-T. war im November in der Schöneberger Kolonnenstraße verhaftet worden. Die Behörden verdächtigen ihn, in Deutschland einen Terroranschlag geplant zu haben. Sie bekamen einen Tipp eines ausländischen Geheimdienstes.

Zunächst hatte der BGH einen Haftbefehl abgelehnt. Der 27-Jährige kam auf Antrag der Berliner Staatsanwaltschaft dennoch in U-Haft, weil ihm Urkundenfälschung vorgeworfen wurde. Der Tunesier hatte sich mit einem falschen Pass als syrischer Flüchtling ausgegeben.

„Eine Mitgliedschaft beim IS sehe ich nicht. Die Beweislage ist immer noch viel zu dünn“, sagte Burmeister. „Im Vergleich zum letzten Mal ist fast nichts Neues hinzugekommen.“