Die Abendsonne fällt auf die sechsgeschossigen Wohnhäuser, in kräftigem Blau, Rot und Gelb leuchten die Gebäudekanten. Auf der weitläufigen Wiese davor sitzt ein junger Mann, er trägt Jeans und Kapuzenshirt und blinzelt in die Sonne. Es ist ein fast idyllisches Bild, so etwas dürfte dem Wohnungsbauunternehmen vorgeschwebt haben, als es Ende der Neunzigerjahre das Neubauviertel sanieren ließ. Es sollte brasilianisches Flair bekommen, Indianer entwarfen eigens Fliesen für die Fassadenwände, die Balkone erhielten Holzverkleidungen, wie sie in Rio de Janeiro oder Sao Paulo üblich sind. Hellersdorf, der junge Bezirk mit dem nie wirklich guten Ruf, 1986 gegründet, 2001 mit dem benachbarten Marzahn fusioniert, sollte Weltläufigkeit zeigen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.