Ein anonym verbreitetes Flugblatt hatte zu einem „Erfahrungs- und Meinungsaustausch“ zum geplanten Flüchtlingsheim an der Mühlenstraße aufgerufen. Es wurde unter anderem auf der Facebook-Gruppe „Asylantenheim Berlin Pankow“ verbreitet.

Nach Angaben eines Polizeisprechers trafen sich am Sonntagabend etwa 100 Anwohner auf einem Spielplatz am Heinz-Knobloch-Platz. „Wir haben den Leuten einen anderen Veranstaltungsort in der Nähe zugewiesen“, sagte der Polizeisprecher. Die meisten Teilnehmer hätten dem bürgerlichen Spektrum angehört. Es hätten aber auch eine Handvoll Leute aus dem rechten Spektrum teilgenommen.

Nach Angaben von Zeugen waren die Neonazis in der Versammlung jedoch unwillkommen und hielten sich deshalb am Rand auf. Gegen 20 Uhr sei die Versammlung ohne besondere Vorkommnisse beendet worden, sagte der Polizeisprecher.

Anwohner beklagten bei der Versammlung, dass das Bezirksamt keine Bürgerversammlung zu dem Flüchtlingsheim veranstaltet, sondern lieber „dezentral“ informieren wolle.

Die ersten von 220 Flüchtlingen sollen im Dezember 2013 in das umgebaute frühere Bürogebäude mitten im Zentrum von Pankow ziehen.

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