Die Bauzäune stehen, das Gelände rings um das Atelierhaus im Monbijoupark ist abgesperrt. Jahrzehntelang beherbergten die Räume mit den riesigen Atelierfenstern Künstler und Maler der Kunsthochschule Weißensee, zuletzt wurde dort in Sonderausstellungen zeitgenössische Kunst gezeigt. Vorbei. Der Kulturort verschwindet. „Wir werden noch in dieser Woche mit dem Abriss des Atelierhauses beginnen“, kündigt Mittes Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) an.

Das Haus soll weichen, damit der Bezirk den Monbijoupark erweitern kann, wie er es seit Jahren plant. Mit dem Abriss schließt Spallek endgültig das Kapitel Atelierhaus ab. Obwohl schon Anfang der 1950er-Jahre errichtet, wurde es erst nach dem Auszug der Kunsthochschule im März 2011 von der Kulturszene entdeckt. Ja sogar international berühmt, befördert durch die Ausstellung „Based in Berlin“, die im Sommer 2011 stattfand. Künstler erreichten ein Abrissmoratorium. Auch die Fotogalerie C/O hat sich für die Ateliers und den früheren Bunker der Charité interessiert, ging dann aber doch nach Charlottenburg. Selbst Kulturstaatssekretär André Schmitz forderte vehement den Erhalt, die Zuständigkeit für die immer mehr verfallenden Ateliers übernehmen wollte er aber nicht.

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