Berlin - Das ist ein Haus mit Geschichte: Zu DDR-Zeiten hatte die dubiose Devisenbeschaffungsfirma Intrac ihren Hauptsitz in der Pestalozzistraße 5-8 in Pankow. Intrac gehörte zum Bereich kommerzielle Koordinierung unter Führung von Alexander Schalck-Golodkowski. Alles bekanntlich vorbei. Heute nutzt die Gruppe "KunstetagenPankow" die früheren Büroräume im Seitenflügel des Plattenbaus als Atelier- und Arbeitsräume.

Zur 20-köpfigen Gruppe gehören Maler, Grafiker, Performancekünstler, Musiker, Fotografen, Modedesigner und Kunsthandwerker. Die Mieten sind günstig, das Haus ist unsaniert, der Eigentümer aus Hamburg meint es gut mit den Künstlern in Berlin. Ein 50 Quadratmeter großes Atelier kostet etwa 280 Euro warm.

"Offene Ateliers"

An diesem Wochenende lädt die freie Künstlergruppe die Besucher ein zur Werkschau "Offene Ateliers". Sie wollen sich präsentieren, ihre Kunst zeigen, sie haben eine Botschaft: Der Bezirk Pankow versinke immer mehr in kulturellem Dornröschenschlaf, es fehle Geld für die kulturelle Förderung. "Dem möchten wir entgegensteuern", sagt der Maler Gerd Sadzinski, der seit 1985 freiberuflich tätig ist.

Werkschau "Offene Ateliers": Ausstellung, Konzerte, Performance am 4./5. Mai, 14–18 Uhr, Pestalozzistraße 5-8, 13187 Pankow. Mehr zur Künstlergruppe unter kunst-etagen-pankow.com