Was kostet eine Wohnung am Kurfürstendamm? Wie entwickeln sich die Immobilienpreise am Alexanderplatz? Der Preisatlas des Maklerunternehmens Homeday schätzt Immobilienpreise für jede Adresse in Deutschland. Dazu hat Homeday eine Machine-Learning-Technologie entwickelt, die auf einen Algorithmus mit über 150 Merkmalen zurückgreift.

Dargestellt werden die Immobilienpreise von Eigentumswohnungen und Häusern auf einer interaktiven Karte. Nutzer können dort nach genauen Adressen mit Straße und Hausnummer suchen. Dargestellt wird der durch den Algorithmus errechnete aktuelle Schätzpreis für den ausgewählten Wohnblock und die Preisentwicklung der vergangenen Jahre.

Des Weiteren gibt es auf der Karte an manchen Adressen Punkte zum Anklicken. Diese Punkte zeigen keine Schätzung, sondern tatsächliche Preise, zu denen die Immobilien zu einem bestimmt Zeitpunkt zum Kauf angeboten wurden.

Homeday erklärt, dass in Berlin bei der Hälfte aller Schätzungen die Abweichung zum Angebotspreis kleiner als 12,9 Prozent ist. Bei 69,9 Prozent der Immobilien weiche der Schätzpreis um maximal 20 Prozent vom Angebotspreis ab.

Bisher einzigartig in Deutschland

Ausgewertet werden für die Preisschätzung Homeday zufolge Immobilienangebote aus Online-Portalen oder Tageszeitungen. Außerdem fließen Kerndaten wie Größe der Wohnung oder Baujahr der Immobilie mit in die Preisberechnung ein. Weitere Merkmale sind Ortsdaten und soziodemographische Daten, wie etwa die Entfernung zu Nahverkehrsmitteln, die Anzahl der Schulen in der Umgebung, die Barrierefreiheit der Wohnung und vieles mehr.

In den Algorithmus fließen auch Transaktionsdaten von Tausenden Immobilienverkäufen von Homeday mit ein. Trotzdem basieren die Schätzpreise hauptsächlich auf Angebotsdaten und nicht auf den real erzielten Verkaufspreisen. Die Abweichung der Angebotspreise von den Verkaufspreisen beträgt Homeday zufolge im Schnitt aber nur plus/minus vier Prozent. Das allgemeine Preisniveau aufgrund ausgewerteter tatsächlicher Kauffälle lässt sich für Berlin beim Gutachterausschuss für Grundstückswerte abfragen.

Der Preisatlas von Homeday sei in dieser Form jedenfalls bisher einzigartig für den deutschen Immobilienmarkt, sagt Homeday-Geschäftsführer Steffen Wicker. Verkäufer könnten das Angebot nutzen, um den richtigen Verkaufspreis zu erzielen. Käufer hätten volle Preistransparenz und wüssten, wann sie für ihre Traumimmobilie zu viel bezahlen. Außerdem stärke das Wissen ihre Verhandlungsposition gegenüber Maklern und Verkäufern, so Wicker. (rjo)