Was, wenn der Strom ausfällt? Die Frage stellt sich jetzt allen Ernstes. Breitet sich die Omikron-Variante so rasant aus, wie befürchtet, dann liegen demnächst Zehn- vielleicht Hunderttausende Männer und Frauen mit Fieber schlapp im Bett statt bei ihrem Stromversorger zu arbeiten. Oder im Wasserwerk, Supermarkt, bei Feuerwehr, Polizei, Müllabfuhr und so fort. Dann bleibt nicht nur das Licht aus, sondern auch der Wasserhahn trocken, der Herd kalt, die Heizung auch, das Telefon tot, ebenso Radio, Fernsehen, Computer, Handy.

Nicht schön, aber kein Grund zur Panik – und noch ist Zeit für ein bisschen private Vorsorge. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt ja ohnehin, das Allernötigste für ein paar schwierige Tage vorrätig zu haben. Das Meiste lässt sich beim Weihnachtseinkauf einfach zuladen: ein Packen Mineralwasserflaschen pro Person, frische Batterien für die Taschenlampe, Kerzen, ein paar Lebensmittel, die auch ohne Kochen verspeist werden können – Stollen, Kekse, Schokolade kommen für die Feiertage eh ins Haus.

Kurbelradio und Medikamente

Das Bundesamt hat sogar ein paar Empfehlungen, die als Weihnachtsgeschenk gut geeignet sind: eines von den tollen, klimafreundlichen Kurbelradios, eine Powerbank oder das Buch „Kochen ohne Strom“. Wer schon einen Campingkocher hat, ist im Vorteil. Wer Medikamente braucht, kann prüfen, ob sie ausreichen, wenn die Apotheke krankheitshalber schließt oder Nachschub ausbleibt. So lässt sich auch Unruhe vermeiden, wenn man selber in Quarantäne muss.

Diese Pandemie verlangt vorausschauendes Denken, die Politiker wollen auch gerne „vor die Welle“ kommen. Im Privaten hat man manches in der Hand. Wer vorsorgt, hilft sich selbst und mildert die Belastung geschwächter Einrichtungen in Krisenlage. Nur zu!