Schwanebeck - Das frühere Dreieck Schwanebeck wurde für rund 58 Millionen Euro umgebaut und umbenannt. Landesweit tragen bereits andere Verkehrsknotenpunkte Namen, die auf die Landschaft dort hinweisen, wie das Infrastrukturministerium mitteilte.

Der Berliner Ring A10 wurde an dieser Stelle auf drei Spuren in jede Richtung ausgebaut, die A11 Berlin-Stettin (Szczecin) je zweispurig. Das Dreieck verbindet den Ring mit der A11. Die Abfahrt Berlin- Weißensee gibt es nicht mehr, sie wurde in das Dreieck Barnim integriert. Aus zwei Knotenpunkten entstand einer.

„Damit fällt ein Flaschenhals weg, der vielen Fahrern über Jahre Nerven gekostet hat“, sagte Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister. Der Berliner Ring werde weiter ausgebaut. „Mit dem Dreieck Barnim ist das erste von drei im Bau befindlichen Projekten fertig“, sagte Mücke, der mit dem Brandenburger Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) das Bauwerk freigab. Die auf der alten Autobahnbrücke angebrachten Berliner Bären zieren auch das neue Viadukt. Das Dreieck gehört zu den Verkehrsprojekten Deutsche Einheit.

Ausbau bis zum Jahr 2022

Bis zum Jahr 2022 wird in der Region allerdings weiter gebaut. Der nördliche Berliner Ring soll vom Dreieck Barnim bis zur Anschlussstelle Kremmen sechsspurig ausgebaut werden. Auf diesem Abschnitt erwarten Experten in den nächsten Jahren deutlich mehr Verkehr.

Nach einer Prognose des Landesbetriebs Straßenwesen könnten dort im Jahr 2020 über 60 Prozent mehr Autos unterwegs sein als heute. Der insgesamt 300 Millionen Euro teure Ausbau ist zeitlich aufwendig, da auch vier stark befahrene Autobahndreiecke und fünf Anschlussstellen betroffen sind. Das macht die Verkehrsführung schwierig. (dpa/BLZ)