Die Zerstörung der Staatlichen Ballettschule in Berlin

Wie Leistungsanspruch und Elitecharakter der Staatlichen Ballett- und Artistikschule in Berlin gekappt werden und warum Schüler gerade weinen und verzweifeln.

Junge Tänzerin während einer Audition in Mexiko 2019.
Junge Tänzerin während einer Audition in Mexiko 2019.imago/Agencia EFE

Berlin-Eine Mutter ruft an und ist den Tränen nah: „So habe ich meine Tochter noch nie erlebt! Sie hat geschrien, war völlig verzweifelt nach der Zeugnisausgabe.“ Aber nicht die Zensuren waren der Anlass, sondern die Neuaufteilung ihrer Klasse an der Staatlichen Ballettschule und Schule für Artistik. Direkt vor den Ferien erfuhr die Schülerin, dass sie in der Schule von ihren Freundinnen getrennt wird. Der Schulleiter reißt die Klassen auseinander, um Artisten- und Ballettschüler in allgemeinbildenden Fächern zu mischen. Damit soll „das Gemeinsame“ der Schule betont werden. Dabei haben die künstlerischen Disziplinen nichts miteinander zu tun. Erst nach der Wende wurden die Schulen zusammengelegt, 2010 unter ein Dach.

Unbegrenzt weiterlesen.

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € im Monat nur 0,50 € pro Woche für die ersten 6 Monate
  • Jederzeit kündbar
0,50 € / Woche
  • Zugriff auf alle Exklusivinhalte
  • E-Paper für alle Geräte
  • Jederzeit kündbar
32,99 € / Monat
  • Zugriff auf alle Exklusivinhalte
  • Wochenendausgabe in Ihrem Briefkasten
  • E-Paper für alle Geräte
  • Jederzeit kündbar
24,99 € / Monat