Berlin - Es geht nicht nur um zwei Gleise, Fahrleitungsmasten und Haltestellen. Es geht auch darum, eine der großen Straßen dieser Stadt komplett neu zu gestalten, machte Verkehrssenatorin Regine Günther deutlich. „Gravierende Eingriffe“ seien geplant, die zur „Neuordnung des Straßenraums“ führen werden, sagte die Grünen-Politikerin am Mittwochabend während der dritten Informationsveranstaltung zur geplanten Straßenbahn vom Alexanderplatz zum Kulturforum. Auf einer der wichtigsten Ost-West-Straßenverbindungen in Berlin wird es „gewisse Einschränkungen der Leistungsfähigkeit“ geben, bekräftigte Senatsplaner Holger Kölling-Orb. So müssen sich Autofahrer in der Leipziger Straße darauf einrichten, dass die Zahl der Fahrstreifen halbiert wird. Doch dafür sollen Radfahrer und Fußgänger profitieren.

4,1 Kilometer Strecke, davon 85 Prozent auf eigenem Gleiskörper außerhalb der Fahrbahn, zehn Haltestellen: Das sind einige Grunddaten der Straßenbahntrasse, die vom Alexanderplatz über den Leipziger und Potsdamer Platz zum Landwehrkanal führen soll. 2010 begann die Vorplanung, das Planfeststellungsverfahren soll bis 2025 abgeschlossen werden. Wenn die Neubaustrecke fertig ist, womit nach aktuellem Stand für 2028 zu rechnen ist, wird die M4 von Hohenschönhausen, Weißensee und Prenzlauer Berg bis zur Neuen Nationalgalerie fahren. Ab Mitte der 2030er-Jahre sollen die Gleise weiter nach Steglitz führen. Bislang war von 65 Millionen Euro Baukosten die Rede.

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