Eisenhüttenstadt/Potsdam - Wann genau die neuen Container aufgestellt würden, sei noch nicht klar. Derzeit hat die Einrichtung 700 Plätze, die fast alle belegt sind. Seit 1. August sei in der Einrichtung auch Personal aufgestockt worden, sagte der Sprecher und bestätigte damit Medienberichte.
Damit habe man auf den Suizid eines Flüchtlings Ende Mai reagiert. Zwei zusätzliche Sozialbetreuer sollen jetzt dafür sorgen, dass Flüchtlinge besser versorgt würden. Außerdem seien zwei Behördenmitarbeiter eingestellt worden, damit Verfahren schneller zum Abschluss kommen. Gesucht werde noch ein Psychologe. Außerdem werde die Diakonie künftig Flüchtlinge direkt in der Einrichtung beraten.

Dramatische Vorkommnisse wie Hungerstreiks gibt es den Angaben zufolge derzeit nicht. In der benachbarten Abschiebehaftanstalt waren im Juli vier vor der Abschiebung stehende Ausländer in einen Hungerstreik getreten, um gegen den aus ihrer Sicht unmenschlichen Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland zu protestieren.

Ivana Domazet vom Flüchtlingsrat Brandenburg kritisierte die Personalaufstockung als «Alibi-Maßnahme». Es seien deutlich mehr und vor allem qualifiziertere Kräfte nötig. Oft habe das Personal zum Beispiel keinerlei Fremdsprachenkenntnisse und sei nur angelernt. Die Versorgung vor Ort könne man nur als «jämmerlich» bezeichnen. (dpa/bb)