Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die Ausbildungsbedingungen in Berlin und Brandenburg als erschütternd kritisiert. Anlässlich der Vorstellung des Ausbildungsreports 2014 sprach die Vorsitzende des DGB-Bezirks für die Region, Doro Zinke, in einer Mitteilung am Dienstag von Verstößen gegen den Jugendschutz. Die Kammern müssten in die Pflicht genommen werden, diese konsequent zu ahnden.

Für den Ausbildungsreport waren 2300 junge Auszubildende zu ihrer Lehre befragt worden. Jeder Dritte muss demnach häufig ausbildungsfremde Tätigkeiten ausüben und jeder Vierte mache regelmäßig Überstunden. Nur 27 Prozent wüssten zum Ende der Ausbildung, ob sie übernommen werden. Im Schnitt bekämen die Jugendlichen eine Ausbildungsvergütung von rund 500 Euro. Das reiche nicht, um einen Haushalt aufzubauen, so Zinke. Ein Drittel der Azubis in der Region breche die Lehre vorzeitig ab. (dpa)