Berliner Clubs fürchten um ihre Existenz. (Symbolbild)
Foto: Berliner Zeitung/Benjamin Pritzkuleit

BerlinBerliner Clubs sehen wegen der Ausbreitung des Coronavirus ihre Existenz bedroht. Schon jetzt kämen weniger Besucher - eine Schließung von nur wenigen Wochen würde «unweigerlich zur Insolvenz der meisten Clubs führen», teilte die Clubcommission Berlin am Mittwoch mit. Der Schritt werde dennoch in Erwägung gezogen. Das Verhindern einer weiteren Ausbreitung des Virus habe höchste Priorität, um das Gesundheitssystem nicht weiter zu belasten, hieß es.

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Das Branchennetzwerk hat eigenen Angaben zufolge Anfang der Woche eine eigene Task-Force eingerichtet, die im Austausch mit der Charité stehe. Knapp 50 Clubbetreiber und Veranstalter seien zu einem Krisentreffen zusammen gekommen. Ein Maßnahmenkatalog soll am Wochenende umgesetzt werden: Clubgänger werden mit ihrer E-Mail-Adresse oder Telefonnummer registriert. Auch soll die Gästeauslastung auf 70 Prozent reduziert werden.

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Einige Clubs und Veranstalter haben bereits reagiert und Teile des Programms abgesagt, wie die Trauma Bar am Hauptbahnhof. Der KitKat Club sagte vergangenen Freitag die Party «Gegen» ab.

Die Berliner Gesundheitsverwaltung untersagte Veranstaltungen ab 1000 Personen bis zum Ende der Osterferien. Bei einigen Gästen des Clubs Trompete im Stadtteil Tiergarten wurden Infektionen nachgewiesen. Sie alle waren am gleichen Abend in dem Lokal.