Für heutige Radfahrer wäre es ein Horror-Katalog der Verbote. Vor 117 Jahren war die Straße Unter den Linden für Zweiräder noch gesperrt, auch die Friedrichstraße, der Alexanderplatz und der Spittelmarkt. Diese Bereiche und einige mehr sind rot als verboten markiert – auf einem der ersten Fahrrad-Stadtpläne der Welt. Der „Neue Radfahrer-Plan von Berlin“ von 1897 ist eines der vielen Meisterwerke des Kartografen Julius Straube, den eine Ausstellung im Landesarchiv jetzt aus der Vergessenheit geholt hat.

„Wir wissen nicht, wie Straube ausgesehen hat“, sagt Andreas Matschenz, Leiter der Kartenabteilung im Landesarchiv. Ein Porträtbild von Julius Straube ist nicht überliefert, und auch was nach seinem Tod 1913 aus dem Unternehmen wurde, verliert sich irgendwann im Dunkel der Geschichte. Nur ein paar biografische Details sind bekannt. Zum Beispiel, dass ihm die Begeisterung für Karten und Pläne nicht in die Wiege gelegt wurde.

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