Die Autobahn A12 ist seit Donnerstag wieder frei befahrbar. Dass die fünfjährigen Bauarbeiten abgeschlossen sind, ist eine gute Nachricht für die Autofahrer im Land Brandenburg. Denn diese Autobahn, die den Berliner Ring mit Polen verbindet, ist so etwas wie das Sorgenkind aller hiesigen Fernstraßen.

Obwohl die A12 die wichtigste Autobahn nach Osteuropa ist, und dort die schweren Lastwagen oft stundenlang im Stau stehen, ist die Strecke in jeder Fahrtrichtung nur zweispurig befahrbar. Teilweise war auf dieser Autobahn nur Tempo 70 möglich, dabei gehört die Strecke offiziell „zum Ost-West Korridor im transeuropäischen Verkehrsnetz“.

Gesamtbaukosten lagen bei 69,3 Millionen

Immerhin wurde die Strecke nun saniert. Nach fünf Jahren Arbeit gab Brandenburgs Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse den Abschnitt am Donnerstag frei. Die Autobahn wurde zuletzt auf 16 Kilometern zwischen dem Dreieck Spreeau und der Grenze nach Polen in drei Teilabschnitten grundsaniert und mit einem Standstreifen ausgestattet.

„Auf der gesamten Länge wurden der komplette Straßenkörper erneuert, fünf Brücken neu gebaut und umfangreiche Neupflanzungen von Bäumen und Sträuchern vorgenommen“, sagte Jesse. Die Gesamtbaukosten lagen bei 69,3 Millionen Euro.

Weiterhin zweispurig

Davon trägt der Bund etwa 66 Millionen Euro. Den Umbau der Anschlussstellen Storkow und Friedersdorf finanziert das Land mit 700.000 Euro. Die Europäische Union stellt aus dem Förderprogramm für die Transeuropäischen Netze 2,6 Millionen Euro bereit.

Dass die Strecke nur zweispurig ist, wird seit vielen Jahren kritisiert. Der Bund hatte jahrelang behauptet, dass das Verkehrsaufkommen für einen breiteren Ausbau zu niedrig ist. Die Prognosen des Bundes gingen davon aus, dass erst im Jahr 2030 auf der Strecke 3,6 Millionen mautpflichtige Lkw unterwegs sein würden. Das ist allerdings der Wert, der bereits im Jahr 2017 erreicht wurde.