Michendorf - Zwei Wölfe sind am Mittwochmorgen auf dem südlichen Berliner Autobahnring A10 angefahren und getötet worden. „Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich bei den getöteten Tieren um zwei weibliche Wolfswelpen, die mit ihrem Rudel versucht hatten, die Autobahn zu überqueren“, teilte der Wolfsbeauftragte des Landesjagdverbands, Robert Franck, am Mittwoch mit.

Letzte Gewissheit bringe aber erst die Untersuchung im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Franck war vom Landesamt für Umwelt mit der Bergung der Kadaver beauftragt worden.

In Brandenburg gibt es 24 Territorien, die von Einzeltieren oder Rudeln bewohnt werden, wie der Wolfsexperte beim Landesumweltamt, Steffen Butzeck, erzählt. Neben mehreren Einzeltieren leben in der Mark auch 18 Wolfsrudel. Einige der Reviere gehen in die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern über.

Brandenburg und Sachsen sind demnach die beiden Länder mit dem größten Wolfsvorkommen in Deutschland. Vor allem in der Lausitz ist das Tier wieder beheimatet. Anfang des 20. Jahrhunderts war der Wolf in Deutschland noch ausgerottet. (dpa)