Berlin - Das geplante Gesetz werde vielen Autofahrern wehtun, sagte Karin Hieronimus. „Sie werden in ihr Lenkrad beißen“, vermutete die Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Mobilität der Berliner Grünen. „Doch wir werden es nie hinbekommen, dass die Leute freiwillig auf ihr Spielzeug verzichten.“ Die Mitglieder des Teams Volksentscheid Berlin autofrei, die am Mittwochabend ihre Pläne vorstellten, stießen in dem Grünen-Gremium auf Begeisterung. Nicht mehr lange, dann beginne die erste Stufe des Plebiszits, kündigten sie an. „Wir hoffen, dass wir Ende April anfangen können, Unterschriften zu sammeln.“ Weil Senat und Bezirke zu zögerlich vorgingen, will die Initiative die Mobilitätswende in Berlin auf direktdemokratischem Weg durchsetzen. Private Autofahrten sollen im Stadtzentrum künftig nur noch in sehr begrenztem Ausmaß möglich sein. Bei Zuwiderhandeln drohen Geldbußen von bis zu 100.000 Euro.

Ziel ist, dass der Kraftfahrzeugverkehr in der Innenstadt um bis zu 80 Prozent zurückgeht. Ist das nicht ziemlich radikal? Nein, das finde er nicht, meinte einer der Sprecher. „Radikal wäre, nichts zu tun“, sagte er.

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