Warten auf Zulassung, doch die dauert in der Hauptstadt aktuell recht lang. Das soll sich ändern.
dpa/Britta Pedersen

BerlinDie Bearbeitungszeit in Berlins Kfz-Zulassungsstellen soll im September wieder bei rund einer Woche liegen. Das kündigte Innensenator Andreas Geisel am Donnerstag bei der Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus an. „Die Wartezeiten sind nicht akzeptabel und nicht das, was wir uns unter Servicestadt Berlin vorstellen“, sagte der SPD-Politiker. Ende August solle die Bearbeitungszeit nach aktuellen Prognosen bei etwa vier Wochen liegen. Im Lauf des Septembers sei vorgesehen, zum Zustand vor Corona zurückkehren. „Das heißt, dass die Bearbeitung dann wieder innerhalb von einer akzeptablen Arbeitswoche liegt.“

Die wochenlangen Bearbeitungszeiten der vergangenen Monate, die für viel Ärger gesorgt hatten, begründete Geisel mit der Corona-Krise. Mit der Corona-Verordnung ab Mitte März sei das Personal in den Kfz-Zulassungsstellen auf 20 Prozent reduziert worden. „Inzwischen haben wir die Präsenz des Personals wieder deutlich nach oben gefahren“, sagte Geisel.

Allerdings hat es einen erheblichen Rückstau gegeben, der nun mit Hilfe von Samstagsarbeit abgebaut werden soll. An den vergangenen beiden Samstagen haben Geisel zufolge 80 Beschäftigte der Kfz-Zulassungsstellen damit angefangen. „Sie sind gut unterwegs. Der Rückstau beträgt ungefähr 55 000 Vorgänge. An den vergangenen beiden Wochenenden sind etwa 8500 Vorgänge abgearbeitet worden.“

Noch schneller könnte es gehen, wenn für das Online-Kfz-Anmeldeverfahren kein elektronischer Personalausweis mehr nötig ist. „Das Online-Verfahren wird gerade umprogrammiert“, sagte Geisel. „Ab 10. September wird man darauf zumindest befristet darauf verzichten können.“ Wer sein Fahrzeug anmelden will, kann das dann leichter als bisher am Rechner von zu Hause aus.