Die Berliner Piraten fordern mehr Wohnungen für Einwanderer aus EU-Ländern wie Rumänien und Bulgarien. „Die Menschen kommen hierher um zu arbeiten. Auf dem normalen Wohnungsmarkt bekommen sie aber keine Wohnung“, sagte Fraktionschef Oliver Höfinghoff am Mittwoch als Reaktion auf einen Bericht der Berliner Zeitung über die Zustände in der ehemaligen Bärenquell-Brauerei in Niederschöneweide.

In die Ruinen waren vor Monaten bulgarische Familien eingezogen. Sie hausen unter unvorstellbaren Bedingungen ohne Strom und Sanitäranlagen. Seit 20 Jahren steht das Brauereigelände an der Schnellerstraße leer. Ähnliche Zustände hatte es bis vor kurzem auch in der ehemaligen Eisfabrik in der Köpenicker Straße in Mitte gegeben, die im Dezember geräumt wurde.

Höfinghoff forderte Wohnungen des „geschützten Marktsegments“ landeseigener Wohnungsbaugesellschaften auch Arbeitsmigranten aus EU-Ländern wenigstens übergangsweise zur Verfügung zu stellen. "Sie sind bisher gezwungen in Bauruinen zu ziehen, um überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben." Die Wohnungsbaugesellschaften müssten laut Höfinghoff ihr Angebot im geschützten Marktsegment "eklatant erhöhen".

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