Berlin - Stefan Lieb und seine Mitstreiter haben einen Wunsch: Die einstige Berliner Prachtstraße Unter den Linden soll wieder ein echter Bummelboulevard werden. Anstatt von kreuzenden Autos aufgehalten zu werden, sollen Fußgänger vom Pariser Platz bis zur Humboldt-Universität ungestört und sicher flanieren können, forderte Stefan Lieb, der Bundesgeschäftsführer des Fachverbands Fußverkehr Deutschland (FUSS), am Donnerstag. Straßenquerungen sollten entweder verschwinden oder zumindest anders gepflastert werden, damit klar wird, wer Vorrang hat: die Fußgänger. „Mitten in Berlin soll es so etwas wie die Rambla in Barcelona geben: eine breite Mittelpromenade, auf der sich urbanes Leben entwickeln kann“, pflichtete FUSS-Sprecher Roland Stimpel bei.

Seit Jahren verlangt die Fußgängerlobby, nach dem Ende des U-Bahn-Baus Unter den Linden fußgängerfreundlich umzugestalten. Jetzt war der Neustart für den Boulevard eine von zwölf Ideen für Modellvorhaben, die Lieb und Stimpel präsentierten – eine für jeden Berliner Bezirk. Anlass war die Verabschiedung des Berliner Fußgängergesetzes, die ebenfalls am Donnerstag im Abgeordnetenhaus stattfand. Unter anderem sieht das Paragrafenwerk für jeden Bezirk ein Modellprojekt zur Förderung des Fußverkehrs vor, das innerhalb von drei Jahren umgesetzt oder zumindest fertig geplant werden soll.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.