Berlin - Gäbe es einen Preis für öde Orte, der Vorplatz des Bahnhofs Gesundbrunnen hätte ihn verdient. Eine große leere Asphaltfläche erwartet die Fahrgäste. Seit einem halben Jahr ist sie von Bauzäunen eingerahmt, doch Bauarbeiter waren dahinter fast nie zu sehen. Das seit Jahren versprochene Bahnhofsgebäude, das dort entstehen soll, lässt auf sich warten. Immerhin: Nun soll es auf dem kahlen Platz, der nach der Hertha-Legende Hanne Sobek benannt worden ist, zumindest etwas Action geben. „Am Montag beginnen bauvorbereitende Maßnahmen“, teilte ein Bahnsprecher mit. Doch der Zeitplan ist längst aus den Fugen geraten, heißt es intern.

Es ist ja nicht so, dass der Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen unbedeutend wäre. Abgesehen davon, dass sich hier gut genutzte S-Bahn-Linien und die U-Bahn-Linie 8 treffen: Seit sieben Jahren ist die Station auch regulärer Halt für viele Fern- und Regionalzüge. Vom Weddinger Süden, nur eine S-Bahnstation von Prenzlauer Berg entfernt, kann man ohne Umsteigen nach Prag, Zürich, München, Rügen, Usedom und zu zahlreichen anderen Zielen reisen.

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